Mot-Marsch

Feuerwehr Sprockhövel testet Sammelorte für Groß-Einsätze

Fahrzeug an Fahrzeug, schiebt sich die Kolonne durch die Stadt.  

Fahrzeug an Fahrzeug, schiebt sich die Kolonne durch die Stadt.  

Foto: Lars Pukropski / Freiwillige Feuerwehr sprockhövel

Sprockhövel.   Beim zweiten Mot-Marsch schieben sich 26 Fahrzeuge in der Kolonne durch Sprockhövel. Sie steuern Sammelplätze für Großschadensfälle an.

Christian Zittlau, Leiter der Feuerwehr Sprockhövel, ist nach dem Einsatz zufrieden: Keine Zwischenfälle, die angesetzte Geschwindigkeit von dreißig Stundenkilometern wurde gehalten. 79 Kräfte aus Aktiven, Jugend- und Kinderwehr sind dabei beim zweiten Mot-Marsch der Freiwilligen Feuerwehr über 25 Kilometer. Die Fahrt geht zu Bereitschaftsplätzen, die bei Großschadensfällen angefahren werden.

Für mich geht es an der Glückauf-Halle los. Im Mannschaftstruppenwagen von Löschzug drei bin ich bis zum Bereitschaftsplatz an der Festwiese in Gennebreck gegenüber der Kirche Teil des Mot-Marschs. Ein imposanter Blick von außen, ein beeindruckendes Erlebnis von innen. „Es ist nicht alltäglich, wirklich selten, dass wir so eine Kolonnenfahrt machen“, beschreibt Arno Peter, Pressesprecher und Einsatzkraft der Freiwilligen Feuerwehr. Die erste von Markus Gronemeyer und Marc Stoltenberg liegt fast acht Jahre zurück.

Eine nicht alltägliche Fahrt

Nach Aufstellung aller sechsundzwanzig Einsatzfahrzeuge an der ehemaligen Traglufthalle pünktlich um acht Uhr morgens zeigt sich das imposante Bild, das die Sprockhövelerinnen und Sprockhöveler beim Vorbeifahren an den Straßen als Zuschauende fesselt: Neben zwei Begleitmotorrädern zur Absicherung der Straßen sind Löschfahrzeuge, Drehleiter- und Gerätewagen, Tanklöscher und Rüstwagen, mehrere Mannschaftstransportwagen sowie der Einsatzleitwagen, als erstes Fahrzeug der Kolonne, zu bestaunen. „Es ist einfach beeindruckend zu sehen, was und mit wie viel freiwilligem Einsatz die Kräfte sich engagieren“, beschreibt Dirk Säbel. Sein Sohn ist Teil der Löschknöpfe im letzten Fahrzeug der Kolonne.

Mit maximal dreißig Stundenkilometern bewegt sich die Kolonne ohne Zwischenfälle durch Sprockhövel. Vom Startpunkt an der Hiddinghauser Straße (ehemalige Traglufthalle) vorbei an der Glückauf-Halle geht es bis an die Festwiese in Gennebreck, bevor es zum Ziel- und Endpunkt am Bereitschaftsplatz der Sporthalle nach Haßlinghausen geht.

Qualität wird überprüft

Rund fünfundzwanzig Kilometer bringen die Menschen in den Fahrzeugen hinter sich. Auch für die Feuerwehrkräfte ist es ein besonderes und nicht alltägliches Unternehmen. „Von Zeit zu Zeit machen wir diese Fahrten, um die Möglichkeiten und Qualität der Bereitschaftsplätze, die wir bei Großschadensfällen anfahren, zu überprüfen“, erklärt Marc Stoltenberg. Darunter fallen die Beschaffenheit des Platzes sowie eine passende, angeschlossene Infrastruktur, wie Tank- und Versorgungsmöglichkeiten. „Derzeit ist der Platz hier in Gennebreck am besten geeignet, aber das muss ja nicht so bleiben“, sagt Stoltenberg.

Start an früherer Traglufthalle

An dem neu entstehenden Feuerwehrgelände am Grundstück der ehemaligen Traglufthalle wird gestartet, um die neuen Möglichkeiten zu testen. Im letzten Fahrzeug haben es sich die Löschknöpfe mit Feuerwehrfrau Katrin Nelskamp im Mannschaftstransportwagen bequem gemacht. „Während der ganzen Fahrt wurde ich mit Fragen durchlöchert“, beschreibt sie beim zweiten Stopp in Gennebreck. Warum denn so langsam gefahren, warum genau jetzt gestoppt werde? Fragen, die sie oder auch andere ehrenamtliche Kräfte bei der Gemeinschaftsaktion beantworten.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben