Europawahl

Dennis Radtke hat jetzt in Sprockhövel ein Europa-Büro

In der Kreisgeschäftsstelle der CDU  ist Dennis Radtke MdEP (l.) mit seinem Europa-Büro eingezogen. Kreisvorsitzender Ralf Brauksiepe (M.) und Sprockhövels stellvertretender Bürgermeister Udo Andre Schäfer begrüßten ihn.

In der Kreisgeschäftsstelle der CDU ist Dennis Radtke MdEP (l.) mit seinem Europa-Büro eingezogen. Kreisvorsitzender Ralf Brauksiepe (M.) und Sprockhövels stellvertretender Bürgermeister Udo Andre Schäfer begrüßten ihn.

Foto: Fischer

Sprockhövel.   Der Europaabgeordnete der CDU hat ab sofort einen Anlaufpunkt in Sprockhövel. Im Wahlkampf setzt er auf Sicherheits- und Sozialpolitik.

Der Europaabgeordnete Dennis Radtke hat am Freitag zusammen mit dem CDU-Kreisvorsitzenden Ralf Brauksiepe in den Räumen der CDU-Kreisgeschäftsstelle in Sprockhövel sein Europa-Büro für den Ennepe-Ruhr-Kreis eröffnet. Drei Monate vor der Europawahl hat Radtke, der 2017 als Nachrücker für NRW-Innenminister Herbert Reul nach Brüssel ging, nach Büros in Bochum und Hamm nun auch in Sprockhövel einen Anlaufpunkt geschaffen.

Für Bürgerfragen soll es Antworten geben

„Als Europaabgeordneter hat man pro Monat nur eine Woche, die frei ist von Sitzungen und in der man direkten Kontakt suchen kann mit den Menschen in seiner Heimat“, sagt Radtke. Wichtig sei ihm, dass hier an der Bochumer Straße die Menschen mit ihren politischen Anliegen vorbeikommen können, die von seiner Mitarbeiterin Silke Spittler-Lindemann aufgenommen und an ihn weitergetragen werden. „Ein paar Tage dauert es dann mit der Antwort, aber es gibt sie“, versichert der 39-Jährige. Dabei sind es nicht nur europapolitische Fragen, die hier gehört werden, das Büro Radtkes trägt auch Probleme an geeignete Stellen im Land und im Bund weiter, die nur dort kompetent gelöst werden können. „Dabei ist von Vorteil, dass wir zurzeit sowohl in Düsseldorf als auch in Berlin die Regierungsverantwortung tragen“, so Ralf Brauksiepe.

Büro ist auf Kontinuität angelegt

Die Arbeit des Büros, das nach dem Ausscheiden Ralf Brauksiepes aus dem Bundestag im Herbst 2018 vorübergehend keinen Parlamentarierkontakt mehr hatte, ist auf Kontinuität angelegt; der gebürtige Bochumer Radtke besitzt einen aussichtsreichen Listenplatz für das Europäische Parlament. Das Europa-Büro koordiniert auch den Wahlkampf Radtkes. „Zurzeit legen wir fest, mit welchen prominenten CDU-Rednern wir um Stimmen werben und wo wir wann sind.“ Obwohl die heiße Phase erst im Mai beginne, werde schon jetzt überlegt, wie möglichst viele Gespräche mit den Wählern organisiert werden können.

Radtke steht für „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“

Die politischen Inhalte sind klar: „Wir führen keinen Abgrenzungswahlkampf, die CDU ist pro-europäisch und weiß somit gut 80 Prozent der Bundesbürger hinter sich“, sagt Radtke. Sicherheitspolitik steht oben auf der Agenda, „zur Sicherung der EU-Außengrenzen haben wir das Frontex-Personal auf 10.000 Mann aufgestockt“, so Radtke. Der frühere Gewerkschaftssekretär steht für ein soziales Europa, die Entsenderichtlinie sichere den Grundsatz „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“.

In gewisser Hinsicht ist er der AfD dankbar

Die Trends sagen voraus, dass im nächsten EU-Parlament sehr viele Abgeordnete mit antieuropäischer Gesinnung sitzen werden. „In dieser Hinsicht bin ich der AfD dankbar, die sich für einen Ausstieg Deutschlands aus der EU stark macht“, sagt Radtke. Ein Blick nach Brexit-Großbritannien führe doch vor Augen, dass solche Ansinnen nur Chaos und Unsicherheit auslösten.

Nach einer Ausbildung zum Industriekaufmann wurde der gebürtige Bochumer Dennis Radtke Gewerkschaftssekretär bei der IG BCE. Zuletzt arbeitete er als Bezirksleiter in Moers.

Der CDU-Politiker ist Bezirksvorsitzender der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) Ruhrgebiet. 2017 rückte er für Herbert Reul ins Europaparlament nach.

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