Reitsport

Beim Pfingstturnier gehen Reiter erst zu Fuß den Parcours ab

Larissa Latzel macht mit Cointreau beim Pfingstturnier des Märkischen Reit- und Fahrvereins Haßlinghausen in Sprockhövel mit.

Larissa Latzel macht mit Cointreau beim Pfingstturnier des Märkischen Reit- und Fahrvereins Haßlinghausen in Sprockhövel mit.

Foto: Fischer / Funke Foto Services GmbH

Sprockhövel.   Zuschauer beim Pfingstturnier des Märkischen Reit- und Fahrvereins Haßlinghausen erklären, woran sie erkennen, ob Reiter und Pferd harmonieren.

Mit konzentriertem Blick lehnt Julia Liese am Geländer und beobachtet eine junge Reiterin bei ihrem Ritt im Parcours. Anlässlich des Pfingstturniers des Märkischen Reit- und Fahrvereins Haßlinghausen waren verschiedene Klassen an Wettkämpfen im Angebot.

Mit dem Stilspringen der Klasse A auf der Vereinsanlage ziehen die Ausrichtenden am Sonntagmittag Familien, Pferdebegeisterte und Vereinsmitglieder an. Über verschiedene Hindernisse hinweg folgen die Reiter einem vorgegebenen Kurs.

Beim Pfingstturnier steht für Mitglieder des Märkischen Reit- und Fahrvereins Haßlinghausen Spaß an erster Stelle

http://funke-cms.abendblatt.de:8080/webservice/thumbnail/article/215449709„Ich reite ebenfalls in dieser Klasse, bin gleich dran und wollte mir den Kurs noch einmal anschauen“, beschreibt Julia Liese. Nach Aufbau und Freigabe durch die Organisatoren sind die Teilnehmer eingeladen, sich den Parcours anzuschauen. „Zu Fuß ist es dann möglich, den Kurs abzulaufen und sich die Reihenfolge genau einzuprägen“, erklärt die Reiterin vom Zucht-, Reit- und Fahrverein (ZRFV) „Auf der Gethe“ aus Sprockhövel. Mit ihrem Pferd „Sky Lantern“ nimmt sie am Stilspringen teil und erklärt, worauf es ankommt: „Ein gleichmäßiges Tempo, ein ordentlicher Sitz, aber am wichtigsten ist es dann eigentlich, dass Pferd und Reiter sich harmonisch aufeinander einstellen.“

Dies könne man auch beurteilen an der Art und Weise, wie sich das Pferd verhalten würde, findet das Ehepaar Sommerfeld. Als Mitglieder des Märkischen Reit- und Fahrvereins helfen sie an diesem Wochenende beim Pfingstturnier sehr gerne. In ihrer Pause jedoch genießen sie ausgiebig die Darbietungen der Reiter. „Man sieht deutlich, wenn es zwischen Reiter und Pferd passt“, beschreiben sie im Gespräch.

Geübte wissen, wie sie erkennen, ob Pferd und Reiter harmonieren

Eine ruhige Kopfhaltung oder die uneingeschränkte Aufmerksamkeit würden für eine Kommunikation und damit Harmonie zwischen den Partnern sprechen. Schon vor dem Wettbewerb gelte es für beide, sich aufeinander einzustellen und sich auch aufzuwärmen. Etwa zehn Paarung vor dem eigenen Start wird es Zeit, mit dem Aufwärmen anzufangen. Leichte Galopp-Abschnitte, Wechsel oder das Durchparieren können neben dem Überwinden von Erhöhungen eingeübt werden. Was hier noch nicht klappt, wird im Turnier dann mit Minuspunkten geahndet.

Mehrfach kommt es im Stilspringen der Klasse A zu Fehlern

Im Stilspringen der Klasse A kommt es dabei mehrfach zu kleinen Fehlern. Eine Reiterin bleibt unverletzt, als sie nach einem verweigerten Sprung über den Kopf des Pferdes fällt. Auf Sicherheit wird bei dem Turnier von den Reitern ein besonderes Augenmerk gelegt.

So bei Larissa Latzel, die mit einer Reitweste an dem Turnier teilnimmt. „Das ist eine Vorschrift von meinen Eltern“, erzählt die 22-Jährige. Mit ihrer eigenen Stute „Cointreau“ geht sie für den Ausrichterverein an den Start und kann sich über einen Platz im Mittelfeld freuen. „Ich mag einfach die Turnieratmosphäre, aber eigentlich bin ich aus Spaß hier.“

Bei strahlendem Sonnenschein und bester Laune haben sich viele Haßlinghauser, Sprockhöveler und Zuschauer aus der Region aufgemacht und genießen den Tag auf dem Vereinsgelände des Märkischen Reit- und Fahrvereins Haßlinghausen.

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