Sportveranstaltung

Aus für den beliebten Staffel-Marathon in Sprockhövel

Start und Ziel war immer die Mathilde-Anneke-Schule. Wegen des Baus der Umgehungsstraße bekommt die Sparkasse keine Genehmigung mehr.

Start und Ziel war immer die Mathilde-Anneke-Schule. Wegen des Baus der Umgehungsstraße bekommt die Sparkasse keine Genehmigung mehr.

Foto: Sander/Archiv

Sprockhövel.  Sparkasse führt aus mehreren Gründen die Traditionsveranstaltung nicht mehr durch, die 16 Mal stattgefunden hat. Es soll 2020 etwas Neues geben.

Trauer herrscht bei den passionierten Läufern, für die der Staffel-Marathon der Sparkasse immer ein riesiges Event war und im September als Abschluss des Läuferjahres angesehen wurde. „Nein, diese Veranstaltung wird nicht mehr durchgeführt. Aber wir werden spätestens 2020 wieder eine Sportveranstaltung ins Leben rufen, die dann auch weiter bestehen soll“, sagt Daniel Rasche, Vorstandsmitglied des Geldinstituts.

16 Jahre lang wurde der beliebte Marathon durchgeführt, beim letzten lief Rasche sogar mit. Es bildeten sich immer Teams von fünf Leuten, die jeweils acht Kilometer liefen. Daher komme der Name Staffel-Marathon. Medaillen gab es und Gutscheine für die Startgebühr, die jeder entrichten musste. Auch die Lebenshilfe sei immer in einer eigenen Kategorie mitgelaufen.

„Es ist eine Kombination aus unterschiedlichen Gründen, warum wir uns von dem Sportevent verabschieden“, sagt Rasche. Noch 2016 gingen über 70 Teams an den Start, ein Jahr später waren es nur noch 61 und in diesem Jahr kam man gerade noch auf 50 Teams. „Es gibt mittlerweile rund um Hattingen – und im Grunde im gesamten Ruhrgebiet – eine Menge an ähnlichen Angeboten.“ Dass die Zahl der Interessierten zurückgeht, ist das eine.

Hinzu kommt, dass die Stadt keine Genehmigung für Start und Ziel an der Mathilde-Anneke-Schule mehr gegeben hat, weil die Umgehungsstraße gebaut wird. Da steht dann weder die Trasse, noch die Schule als Ort der Veranstaltung zur Verfügung.

Drittes Kriterium, das mindestens so schwer wiegt wie die beiden anderen, ist die Organisation. „Es gibt Veränderungen im Organisationsteam, das wir neu strukturieren müssen“, sagt Daniel Rasche. Ganz herzlichen Dank möchte er den vielen engagierten Helfern sagen, die über viele Jahre hinweg immer viel Arbeit mitgetragen haben, um den Staffel-Marathon zu einem gelungenen Ereignis zu machen.

Aber Daniel Rasche beruhigt: „Wir werden auf jeden Fall auf sportlicher Ebene wieder etwas ins Leben rufen.“ Einige Ideen seien schon auf dem Tisch, allerdings sei bisher noch nichts spruchreif. „Wir sind aber dabei, uns etwas Neues auszudenken, was auf jeden Fall wieder eine sportliche Basis haben wird, und was dann auch wieder auf Jahre hinweg eine feste Größe in Sprockhövel bleiben soll.“

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