Freibad

Aktuell schwache Besucherzahlen im Freibad Sprockhövel

Zur Eröffnung der Freibadsaison am 1. Mai kamen 432 Interessierte – weniger als sonst. Aber auch an den Tagen danach waren es durchschnittlich nur 30 Besucher, die gezählt wurden.

Zur Eröffnung der Freibadsaison am 1. Mai kamen 432 Interessierte – weniger als sonst. Aber auch an den Tagen danach waren es durchschnittlich nur 30 Besucher, die gezählt wurden.

Foto: Foto: Fischer

Sprockhövel.   Im vergangenen Sommer gab es hohe Besucherzahlen im Freibad Sprockhövel. Doch aktuell ist die Bilanz witterungsbedingt überaus bescheiden.

Die außergewöhnliche Hitzeperiode im vergangenen Jahr hat den zu erwartenden Fehlbetrag für das Freibad in der Bilanz mit rund 300.000 Euro etwas geringer ausfallen lassen; ein Spitzenwert bei den Besuchern wurde im Juli mit 23.443 Personen erreicht. Im Kultur- und Freizeitausschuss war das Bad Schwerpunkt, ZGS-Leiter Ralph Holtze informierte über Themen der Bau- und Personalplanung. So soll die Tribüne nach Saisonende für einen Neubau abgerissen werden.

Wenig Glück hat die Stadt bei der Anwerbung Bäderfachpersonal. „Es bleibt bei zwei festen Schwimmmeistern und einer zusätzlich beschäftigten Ausgleichskraft, die die Festangestellten vertritt“, berichtete Holtze.

Zwishenzeile

Gegen die immer wieder geforderte Verlängerung der Öffnungszeiten argumentierte der ZGS-Chef so: „26, 29, 38, 27 Besucher im Mai – selbst am schönen und warmen Samstag waren es nur 63 Menschen dort. Das ist eine sehr geringe Nachfrage und die Wetterprognose lässt wenig hoffen.“ Auch über Fahrradabstellplätze wurde wieder diskutiert. Es gibt es auf dem hinteren Teil des Parkplatzes Im Baumhof eine gepflasterte Fläche zum Abstellen von Rädern. Die Verwaltung schlägt vor, für rund 3000 Euro Module mit Anlagebügeln für 30 Fahrräder zu installieren. Abschließbare Fahrradboxen wie etwa hinter dem Bürgerhaus dagegen hätten sich nicht bewährt, gab Holtze an, immer wieder gingen die Schlüssel verloren.

Zwischenzeile

Der Debatte um ein Zukunftskonzept für das Freibad, das die SPD mit einem eigenen Vorschlag angestoßen hat und das die Attraktivitätssteigerung des Bades durch einen Beachclub mit weißem Sand, Chill Lounge Bar, Liegestühlen und Strandkörben erreichen möchte, stieß bei CDU und Grünen auf Ablehnung. „Auch wir sind für die Verbesserung der Aufenthaltsqualität, aber bevor nicht die Frage der Busbahnhofverlegung geklärt ist, macht das Nachdenken über einen Beachclub keinen Sinn“, sagte der Grüne Alexander Karsten. Auch Torsten Schulte (CDU) tat sich schwer, denn auf keinen Fall will er die Verantwortung für einen Beachclub-Betrieb in den Händen der Stadt sehen. Die FDP mahnte überdies an, jetzt nicht wieder alles auf die lange Bank zu schieben, wenn man bald sichtbare Verbesserungen schaffen wolle. Die SPD-Vertreter insistierten, jetzt müsse endlich mehr geleistet werden als die „ewige Diskussion um Gebühren und Öffnungszeiten“.


Wiederbelebung des Arbeitskreises

Der Ausschussvorsitzende Lars Brögelmann und auch Holtze hatten Mühe, die Diskussion wieder zu versachlichen. „Es ist nicht sinnvoll, jetzt und hier konkrete Planungen voranbringen zu wollen“, Holtze wollte den Antrag der SPD als „Planspiel“ verstehen, das Eingang finden könnte ein zu erstellendes Gesamtkonzept für das Freibad. Die Ausschussmitglieder einigten sich darauf, alle weiteren Überlegungen an einen bereits bestehende Arbeitskreis Freibad zu überantworten, der dem Ausschuss einen Entwurf für ein Konzept vorlegen könnte.

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