Nach(t)schlag

8000 Besucher feiern Nach(t)schlag

Foto: Biene Hagel

Sprockhövel.   Veranstaltung ist noch einmal gewachsen. Inzwischen werden dafür zwei Kilometer der Straße gesperrt. Der Charme der Anfangstage bleibt trotzdem.

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Das warme Sommerwetter bescherte dem Nach(t)schlag in Haßlinghausen einen neuen Besucherrekord. Zum zehnten Mal hatten die Geschäfte an der Mittelstraße zum Nightlife-Shopping eingeladen. Das für ein Sommerfest ideale, und für einen Nach(t)schlag untypisch gute Wetter lockte laut Veranstalter bis zu 8000 Gäste an.

Zum Zehnjährigen ist der Nach(t)schlag noch einmal größer geworden. „Im ersten Jahr wurde alles noch auf den Bürgersteigen veranstaltet“, sagt Gerd Hesse (50), Mitveranstalter des Festes. Auch wenn man mittlerweile einen Straßenabschnitt von etwa zwei Kilometern für die Feiern absperrt, habe das Straßenfest seinen anfänglichen Charme immer beibehalten.

Die Veranstalter sind entsprechend sehr zufrieden mit dem Abend. „Das ist der meist besuchte Nach(t)schlag bisher und der entspannteste aus meiner Sicht“, meint Hesse. Es herrscht eine tolle Atmosphäre und eine harmonische Stimmung auf der Mittelstraße. Während des Nach(t)schlages habe es keine Randalen gegeben. Zwar sei das auch in den vorherigen Jahren nicht vorgekommen, trotzdem überrasche es ihn positiv, so Hesse.

Das Konzept hat sich jedenfalls bewährt. Das bunte Rahmenprogramm bot für jeden Geschmack etwas. Während musikalisch gesehen das Musikcorps Blau-Weiß Haspe und das Drumcorps „Sound of Sauerland“ die gesamte Mittelstraße unterhielten und vor der Bühne gegenüber der Commerzbank zum Helene-Fischer-Hit „Atemlos“ getanzt wurde, ließ auch das breite Essensangebot keine Wünsche offen. Selbst Marshmallows konnten Besucher über offenem Feuer rösten, bevor der Höhepunkt des Abends, das Feuerwerk, um halb elf in den Nachthimmel stieg.

In jedem Jahr nimmt die Teilnehmerzahl zu, seit einigen Jahren beteiligen sich fast alle Geschäfte mit individuellen Aktionen am verkaufsoffenen Abend auf der Mittelstraße. Für die Läden ist der Nach(t)schlag eine gute Werbung. „Es kommen viele neue Kunden“, findet Nicole Claussen (52), Inhaberin des Reitsportgeschäftes Claussen. Die längere Öffnungszeit kennt sie von Reitturnieren, macht ihr daher nichts aus. Und: „Ich verkaufe ja auch was.“

Das Haßlinghauser Straßenfest gehört für viele Anwohner zum Pflichtprogramm. „Ausnahmsweise ist mal etwas los“, sagt Jörg Albrecht (46). Der IT-Koordinator wartet mit seiner Frau am Kinderkarussell, das auch zu später Stunde noch voll besetzt ist, auf seine Kinder. Jörg Albrecht wünscht sich solche Veranstaltungen öfter: „So etwas fehlt sonst einfach in Haßlinghausen. Woanders gehen wir nicht hin.“

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