Mentor-Verein

70 Sprockhöveler kümmern sich ums Lesenlernen

Sie führen die Leselernhelfer (v.l.): Inge Pape (Vorsitzende), Monika Bahne (2. Vorsitzende) und Christine Renner (Schatzmeisterin).

Sie führen die Leselernhelfer (v.l.): Inge Pape (Vorsitzende), Monika Bahne (2. Vorsitzende) und Christine Renner (Schatzmeisterin).

Foto: Stefan Melneczuk

Sprockhövel.   Der wiedergewählte Vorstand des Mentor-Vereins Sprockhövel dringt auf Generationswechsel. Neueinsteiger sind willkommen.

Nach aktuellen Schätzungen können gut 7,5 Millionen Erwachsene in Deutschland nicht richtig lesen oder schreiben. Viele Grundschüler haben damit selbst noch in der vierten Klasse erhebliche Probleme – an der Schwelle zur weiterführenden Schule. Vor diesem Hintergrund hat die ehrenamtliche Arbeit der Leserlernhelfer einen großen Stellenwert: In Sprockhövel engagieren sich derzeit mehr als 70 Mentorinnen und Mentoren für die gute Sache.

Vorstand setzt Arbeit für zwei Jahre fort

Vor kurzem traf sich der Verein Mentor zu seiner jährlichen Mitgliederversammlung. Die gute Nachricht: Die Zukunft des Vereins ist auch in den nächsten zwei Jahren gesichert. So lange amtiert der einstimmig wiedergewählte geschäftsführende Vorstand um Inge Pape (Vorsitzende), Monika Bahne (zweite Vorsitzende) und Christine Renner (Schatzmeisterin). Im Anschluss daran sind aber potenzielle Nachfolger gefragt, wie im Zuge der Wahl betont wurde, damit der Verein als Ableger der bundesweiten Mentor-Organisation weiter bestehen kann. „Für Vorschläge sind wir jederzeit offen“, erklärt Inge Pape, die in zwei Jahren ebenfalls kürzer treten will. Vor allem aber wandte sie sich in ihrem Jahresbericht mit einem Lob an die Vereinsmitglieder: „Wir danken allen Mentoren, die immer fleißig zur Schule gehen und sich dort um die Kinder und Jugendlichen kümmern.“

Verein plant in diesem Jahr Fortbildungen

Ihre Zahl hält sich angesichts von Zu- und Abgängen derzeit in der Waage, wobei Neueinsteiger, die Schülern das Lesen näherbringen wollen, ebenfalls immer willkommen sind. Abgesehen von Bücherkisten und Buchanschaffungen auf individuellen Wunsch der Kinder und Jugendlichen hin können die Mentoren in den Schulen auch auf Tablet-Computer zurückgreifen, die beim Nachwuchs hoch im Kurs stehen – eben weil dann auch am Display gelesen werden kann. Um genau das zu fördern, plant der Verein in diesem Jahr entsprechende Fortbildungen, auch um bei den Ehrenamtlichen Schwellenängste zu nehmen. Wer Interesse hat, sich einzubringen, erreicht den Verein online über seine Homepage (www.mentor-leselernhelfer-sprockhoevel.de)

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