Gericht

19-Jähriger aus Sprockhövel muss für Prügelattacken zahlen

1000 Euro Geldbuße verhängte der Amtsrichter gegen den 19-jährigen Sprockhöveler.

1000 Euro Geldbuße verhängte der Amtsrichter gegen den 19-jährigen Sprockhöveler.

Foto: Armin Weigel / picture alliance/dpa

Sprockhövel.  Der Amtsrichter hat einen vorbestraften Sprockhöveler (19) wegen Prügelattacken verurteilt. Die Angriffe geschahen am Busbahnhof und im Bus.

Jetzt darf sich der 19-jährige C. nichts mehr zuschulden kommen lassen. Das machte Richter Christian Amann am Dienstag nach einer langen Gerichtsverhandlung klar. Für seine gewalttätigen Attacken verurteilte das Gericht den einschlägig vorbestraften Sprockhöveler zur Zahlung von 1000 Euro an den Weißen Ring, die Hilfsorganisation für Kriminalitätsopfer. Sollte er jetzt nicht auf den geraden Weg kommen, sehe die Strafe beim nächsten Mal definitiv anders aus, so Amann.

Zu einer Jugendstrafe war der Angeklagte zwar noch nicht verurteilt worden, aber zu Jugendarrest. Die scheint dem Sprockhöveler allerdings nicht zur Einsicht verholfen zu haben. Im Dezember 2018 verpasste er am Busbahnhof einem fünf Jahre jüngeren und körperlich deutlich unterlegenen Mitschüler seines Bruders zuerst Ohrfeigen, schlug ihm danach mit der Faust ins Gesicht.

Den Bruder des Angeklagten schon mal angerempelt

Der heute 14-Jährige räumte als Zeuge vor Gericht ein, dass man den kleineren Bruder des Angeklagten in der Schule schon mal angerempelt habe, weil man sich um ein Mädchen stritt. Geschlagen habe er den Bruder aber nie.

Das Opfer schilderte den Tag. „Ich bin dann nach Hause gegangen, mir war nicht gut, ich habe mich ins Bett gelegt und den ganzen Nachmittag geschlafen.“ Er sei an der Schläfe heftig verletzt gewesen. Nach Stunden bekam es seine Mutter mit der Angst zu tun, weil der Sohn einen Bluterguss am Kopf und eine offene Wunde hatte und nur schlief.

Abends mit dem Opfer ins Krankenhaus gefahren

„Ihm war schlecht und schwindelig. Ich dachte, er könne eine Gehirnerschütterung haben, und bin abends noch mit ihm ins Krankenhaus gefahren.“ Dort untersuchten die Ärzte den Jungen und dokumentierten die Verletzungen.

Im Februar 2019 dann die nächste Tat des Angeklagten, der in der Vergangenheit massive Alkoholprobleme hatte und aus schwierigen familiären Verhältnissen kommt. Er pöbelte, offensichtlich völlig grundlos, wie er vor Gericht einräumte, während einer Busfahrt zwei junge Männer an, die ebenfalls als Zeugen geladen waren.

Mit Handschlag bei den Opfern entschuldigt

Er sei absolut aggressiv gewesen und beleidigte die beiden, die daraufhin sogar ihre Unterhaltung einstellten. Als einer der beiden ausstieg, verließ auch der Angeklagte den Bus und schlug dem jungen Mann mit der Faust ins Gesicht. Auch dessen Verletzungen waren erheblich.

Eine allerletzte Chance hat der 19-Jährige, denn er hat jetzt eine Arbeitsstelle, zu der er gerne geht. Außerdem hielt ihm das Gericht zugute, dass er sich persönlich mit Handschlag bei seinen Opfern entschuldigte und die Taten einräumte.

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