Kindertheater

Salchendorfer Qulturwerkstatt gibt im Backes ihr Debüt

Mitmachtheater im Salchendorfer Backes. Die Kinder sind begeistert von dem Herrn Professor (Stefan Bünnig).

Mitmachtheater im Salchendorfer Backes. Die Kinder sind begeistert von dem Herrn Professor (Stefan Bünnig).

Foto: Antonia Jost

Netphen-Salchendorf.   Mit einem Mitmachtheater für Kinder gibt die Salchendorfer Qulturwerkstatt von Giulia Gendolla und Stefan Bünnig ihr Debüt.

Mehr als 40 Kinder haben sich im Backes in Salchendorf mit Herrn Professor (Stefan Bünnig) und Frau Litha (Giulia Gendolla) auf die Suche nach dem Sommer gemacht.

Schon zu Beginn müssen die kleinen Besucher kräftig mit den „Mufukis“ (kleine, runde Kissen) wedeln, um den Backes vom Rauch zu befreien – denn der Herr Professor hat den Kaffee verbrennen lassen. Es folgt eine kindgerechte Einführung in das Thema Sommersonnenwende. Die findet passenderweise am gleichen Tag statt wie das Theaterstück.

Die Kinder dürfen mitmachen: Eins spielt die Sonne und hält eine Taschenlampe auf das Globusmodell in der Mitte des Backes gerichtet, ein anderes hilft dabei, die Erde zu drehen, um den Neigungswinkel zu verdeutlichen. Dabei gelingt es Stefan Bünnig, durch Witz und Spontaneität auch Zwischenrufe der Besucher einzubauen. Er lässt sich nicht aus der Ruhe, oder besser aus seiner doch recht skurrilen Rolle bringen.

Doch Frau Litha ist überzeugt: „Das wird nichts mit der Sommersonnenwende, wenn wir die Dunkeltrolle nicht vertreiben!“ Diese bösen Gestalten sind klein, tragen ein bisschen Dunkelheit in sich und sind, so Frau Litha, das Gegenteil von Glühwürmchen. Um sie loszuwerden, müssen die Kinder helfen. „Dunkeltrolle hassen Licht, Musik und Gesang“, erklärt Frau Litha. Die Kinder dürfen so laut sie können Krach machen, um die Trolle zu vertreiben.

Krach und Quatsch

„Aber am allermeisten hassen die Dunkeltrolle Quatsch!“, sagt Herr Professor und präsentiert seine Lösung: Eine Quatschmaschine, die alles, was man sagt, unendlich oft wiederholt. Jetzt sind wieder die Kinder gefragt: In die Maschine wird gepupst, gewiehert und gequietscht, während Frau Litha den Gästen den Quatschtanz beibringt und mit bunten Tutus und Schwimmbrillen das Publikum ein bisschen verrückter aussehen lässt.

Das Finale des Stücks ist ein großes lautes Chaos, in dem auch die Eltern nicht verschont bleiben – alle haben Spaß und am Ende sind nicht nur die Dunkeltrolle vertrieben, auch die Quatschmaschine ist kaputt. Aber das Ziel haben sie auf jeden Fall erreicht: Der Sommer kann kommen!

„Uns hat das Stück total gefesselt!“, freut sich Nadine Dietermann. Auch ihre Tochter Leni ist begeistert: „Ich fand das mit den Kissen am besten.“ Nach dem Stück kommen immer wieder Kinder zu Stefan Bünnig und Giulia Gendolla, die in ihren Rollen bleiben, und wollen am liebsten, dass es noch weitergeht.

Eine halbe Stunde voller Spaß, Wissen und einer guten Portion Irrsinn hat als erste Veranstaltung der Qulturwerkstatt auf jeden Fall einen absolut positiven Eindruck bei Groß und Klein gemacht.

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