Lesung

Pubertier-Saga: Autor Jan Weiler liest im Siegener Lyz

Jan Weiler begeistert das Publikum mit seiner charmanten und lockeren Art. Der erste Teil der Pubertier-Saga wurde bereits verfilmt.

Jan Weiler begeistert das Publikum mit seiner charmanten und lockeren Art. Der erste Teil der Pubertier-Saga wurde bereits verfilmt.

Foto: Ina Carolin Lisiewicz

Siegen.   „Das Pubertier“ ist ein bekanntes Werk vom Bestseller-Autor Jan Weiler. Im Siegener Kulturhaus Lyz stellte er nun den dritten Teil vor.

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Der „Versuchsleiter“ weckt das „Pubertier“ laut singend mit „Time to say Goodbye“. Als Antwort bekommt er „ein international übliches Handzeichen“ – das bekanntlich nicht für Freundlichkeit steht. Vater und Teenie-Sohn treffen so eines Morgens aufeinander. Es ist nur eine der vielen Geschichten aus „Und ewig schläft das Pubertier“ von Jan Weiler. Nun las der Autor aus dem dritten Teil der Pubertier-Saga im Lyz.

Wie auch in den beiden Vorgängerbüchern wird der Vater und Ich-Erzähler der Geschichte mit den Teenie-Problemen seiner Kinder Carla und Nick konfrontiert. Sie haben sich jeweils zu einem „Pubertier“ entwickelt – einer Mischung aus Diskutier, Lamentier, Kommentier und Boykottier, erklärt Jan Weiler. Daher lautet stets das oberste Gesetz: „Quäle nie ein Pubertier zum Scherz, denn es könnte geladen sein.“

Der Tochter fehlt der Mut

Tochter Carla macht in „Und ewig schläft das Pubertier“ gerade ihren Führerschein. Das bedeute für sie puren Stress, da die Männer immer Grimassen ziehen würden, die sie im Rückspiegel so gut sehen könnte, erzählt sie ihrem Vater.

Als sie gemeinsam mit ihm auf dem Verkehrsübungsplatz das Fahren übt, gehen aber auch ihm die Nerven durch. Das Ergebnis: eine Verfolgungsjagd unter 30 km/h – der Tochter fehlt am Steuer einfach der Mut für mehr.

Liebe im Smartphone-Zeitalter

Nick möchte hingegen Paula von sich überzeugen und hört auf den Rat seiner Schwester, diese erst einmal am Handy wegzudrücken. Als auch das Mädchen ihn wegdrückt, hat er der Schwester zufolge alles richtig gemacht: „Sie hat Interesse, sonst würde sie dich nicht wegdrücken.“

Als der Ich-Erzähler allerdings dasselbe mit seiner Frau versucht, schreibt diese ihm eine wutentbrannte Nachricht.

Es sind fiktive Geschichten, die Jan Weiler vorträgt. Und trotzdem scheinen die literarischen Figuren auf ihre eigene Art und Weise ein Teil von ihm geworden zu sein. Extrem authentisch trägt der Bestseller-Autor („Das Pubertier“) die Textpassagen vor und pausiert nur kurz, wenn das Lachen der Zuschauer zu laut wird.

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