Siegberg

Nach den Ufern kommt der Berg: Städtebau geht weiter

Die Himmelstreppe in Siegen

Die Himmelstreppe in Siegen

Foto: WP

Siegen.   Mit Investitionen von 23 Millionen Euro rund um den Siegberg will die Stadt Siegen an das Regionale-Projekt „Siegen zu neuen Ufern“ anknüpfen.

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Nach den Ufern kommt der Berg: „Rund um den Siegberg“ ist das städtebauliche Programm, mit dem die Stadt Siegen an das Regionale-Projekt „Siegen zu neuen Ufern“ anknüpft, das in diesen Wochen die Zielgerade erreicht und Anfang September mit einem Stadtfest gekrönt wird. Mehr als 23 Millionen Euro werden rund um den Siegberg investiert. Erster Schritt ist die Auslobung eines „Internationalen freiraumplanerischen Realisierungswettbewerbs“, die ab Donnerstag, 9. Juni, in den Gremien beraten wird.

Aufgaben

Fünf Themen aus dem Gesamtprogramm, zu dem auch die Sanierung der Stadtmauer und öffentlicher Gebäude gehört, sollen von den Teilnehmern bearbeitet werden:
Erweiterung des Schlossparks: Nach den Abriss der Jugendherberge wird der Schlosspark seine ursprüngliche historische Ausdehnung wieder erreichen. Angebunden wird der Spielplatz, der erneuert und erweitert wird.
Sanierung des Schlossparks: Wege, Beeteinfassungen und Rasenflächen werden erneuert, Freilichtbühne und Schlossinnenhof neu gestaltet.
Alfred-Fißmer-Anlage: Die Anlage zwischen Rathaus und Nikolaikirche wird „barrierearm“ umgestaltet und zu Burgstraße und Oberem Schloss hin erweitert.
Siegberghang: Die beiden steilen Wege, die Ober- und Unterstadt verbinden, sollen attraktiver gestaltet werden, außerdem soll ein zusätzlicher Weg neu angelegt werden.
Informations- und Leitsystem: Wegeverbindungen sollen klarer erkennbar, Übergänge für Fußgänger barrierefrei werden.

Teilnehmer und Jury

Sechs Büros aus Berlin (2), Kranzberg, Düsseldorf, Bochum und Hamburg wurden bereits zur Teilnahme eingeladen. Aus den Bewerbungen, die auf die Auslobung eingehen, werden weitere 14 (Landschafts-)Architekten, Stadt- und Verkehrsplaner ausgewählt. Aus den 20 Arbeiten sucht die Jury sechs aus, die von ihren Verfassern weiter ausgearbeitet werden sollen. Unter ihnen sind dann die künftigen Preisträger.
Dem Preisgericht gehören 13 stimmberechtigte Mitglieder an, darunter sechs externe Architekten und ein Vertreter des NRW-Bauministeriums.

Von der Siegener Uni ist Stadtplanerin Prof. Dr.-Ing Hildegard Schröteler-von Brand dabei, als Fachmann der Stadtverwaltung Stadtbaurat Michael Stojan. Die Politik wird von Bürgermeister Steffen Mues, Umweltausschussvorsitzender Christine Strunk (Grüne) und den Fraktionsvorsitzenden Rüdiger Heupel (CDU) und Detlef Rujanksi (SPD) vertreten. Weitere zehn Mitglieder aus Politik und Verwaltung gehörend der Jury ohne Stimmrecht an. Das Preisgeld beträgt 58 000 Euro für die ersten drei Preise und drei Anerkennungen.

Zeitplan

Bis 12. August können sich nun Architekten aus ganz Europa bewerben. Ab 29. August erhalten die ausgewählten Teilnehmer ihre Unterlagen, am 11. November ist Einsendeschluss. Am 2. Dezember wird die Jury die sechs Teilnehmer auswählen, von denen weiter ausgearbeitete Entwürfe erwartet werden. Ende März 2017 stehen dann die Preisträger fest.

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