Medizin

Venenleiden wie Krampfadern kann man operativ beheben

Dr. Mei­ke Fin­ken­rath, Chef­ärz­tin im Hos­pi­tal zum hei­li­gen Geist

Foto: Hos­pi­tal

Dr. Mei­ke Fin­ken­rath, Chef­ärz­tin im Hos­pi­tal zum hei­li­gen Geist Foto: Hos­pi­tal

Alpen.   Zwei Tage in der Klinik können helfen, erklärte Ve­nen­spe­zia­lis­tin Dr. Mei­ke Fin­ken­rath bei ei­nem Vor­trag im Al­pe­n­er Rats­saal.

Krampf­adern se­hen nicht nur un­schön aus, sie ver­ber­gen er­heb­li­che ge­sund­heit­li­che Ri­si­ken bis hin zur Ge­fahr ei­ner Throm­bo­se. Das mach­te Ve­nen­spe­zia­lis­tin Dr. Mei­ke Fin­ken­rath bei ei­nem Vor­trag im Al­pe­n­er Rats­saal deut­lich.

„Krampf­adern sind aus­ge­lei­er­te Ve­nen. Nor­ma­ler­wei­se pumpt die Mus­ku­la­tur das Blut eta­gen­wei­se zum Her­zen. In den ein­zel­nen Eta­gen wird es von den Ve­nen­klap­pen ge­hal­ten. Wenn die er­schlafft sind, sackt das Blut ab und sam­melt sich in der Ve­ne“, er­klär­te die Chef­ärz­tin vom Kem­pe­ner Hos­pi­tal zum hei­li­gen Geist.

Modernste Methoden

In dem Ve­nen-Kom­pe­tenz­zen­trum ste­hen der Me­di­zi­ne­rin mo­derns­te Me­tho­den der Dia­gnos­tik und The­ra­pie zur Ver­fü­gung, mit de­ren Hil­fe Fol­ge­be­hand­lun­gen kaum noch nö­tig sind. „Frü­her bil­de­ten sich bei 30 bis 60 Pro­zent der Pa­ti­en­ten nach kur­zer Zeit neue Krampf­adern, heu­te sind es un­ter drei Pro­zent“, ver­si­cher­te die Ex­per­tin.

Frühe Diagnose hilft

Je frü­her die Dia­gno­se ge­stellt wer­den kann, um­so bes­ser. „So­bald Bei­ne an­schwel­len oder Krampf­adern sicht­bar wer­den, soll­ten Sie kom­men. Die Un­ter­su­chung mit­tels Ul­tra­schall ist völ­lig schmerz­frei“, so Me­di­zi­ne­rin Fin­ken­rath. Ob klas­si­sche Ope­ra­ti­on, La­ser­be­hand­lung oder ei­ne Ra­dio­wel­len­the­ra­pie: Nach der Be­hand­lung ist auf je­den Fall ein zwei­tä­gi­ger Kli­nik­auf­ent­halt not­wen­dig.

Dr. Fin­ken­rath er­läu­ter­te die Hin­ter­grün­de: „Zum ei­nen fehlt das Blut aus den Bei­nen, zum an­de­ren muss der Kreis­lauf über­wacht wer­den. Lang­wei­lig wird es wäh­rend die­ser Zeit aber nicht. Wir bie­ten ein Rah­men­pro­gramm mit Vor­trä­gen, Tanz- und Ent­span­nungs­gym­nas­tik.“ Die War­te­zeit be­trägt et­wa zwei Wo­chen. Ei­ne Über­wei­sung vom Chir­ur­gen, Der­ma­to­lo­gen oder Haus­arzt wird emp­foh­len. Die rund 30 Gäs­te im Rats­saal über­zeug­te der Vor­trag, vie­le ver­ein­bar­ten di­rekt ei­nen Un­ter­su­chungs­ter­min.

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