Stadtradeln

Sonsbecker Kindergarten Lichtgarten erradelt 1500 Kilometer

Auch die sechsjährige Nele aus der Löwenzahngruppe griff bei der Fahrradsäuberungsaktion des DRK-Kindergartens Lichtgarten zum Putzlappen.

Auch die sechsjährige Nele aus der Löwenzahngruppe griff bei der Fahrradsäuberungsaktion des DRK-Kindergartens Lichtgarten zum Putzlappen.

Foto: OO

Zum dritten Mal ist der DRK-Kindergarten Lichtgarten aus Sonsbeck beim Stadtradeln mit dabei. Mehr als 1500 Kilometer sind bereits auf dem Konto

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Sonsbeck. Am Mittwochvormittag herrschte im DRK-Kindergarten Lichtgarten Hochbetrieb. Kinder wuselten hin und her, auf den Terrassen standen etliche Fahrräder und Laufräder auf Sattel und Lenker gedreht. Die Erzieher, die in dem Durcheinander den Überblick behalten sollten, mussten zugleich dem einen oder anderen Putzeimer ausweichen und konnten trotzdem nicht verhindern, durch geschwungene, nasse Lappen mal ein paar Tropfen Wasser abzubekommen. Hintergrund der Szenerie war eine große Fahrradputzaktion, bei der die Kleinen mit den eigenen Rädern zum Kindergarten fuhren, um diese dort dann gründlich zu reinigen. Die Einrichtung nimmt zum dritten Mal an der bundesweiten Aktion Stadtradeln teil. Kinder, Eltern und auch Mitarbeiter sammeln fleißig die gefahrenen Kilometer. „Weil alle mit dem eigenen Rad hier sind, sind schon wieder einige Kilometer dazugekommen“, sagt die Leiterin Silke Kemper.

Etwa 1500 Kilometer erstrampelte der Kindergarten bereits, und es sollen noch viele hinzu kommen. Die Nachwuchsradler sind jedenfalls mit vollem Eifer bei der Sache. „Das ist wirklich schön zu sehen, wie viel Spaß das den Kindern macht“, sagt Kemper. Und der Kindergarten tut auch einiges dafür, um das Radfahren attraktiv zu gestalten. „Wir haben zum Beispiel eine Stempelkarte eingeführt. Für jeden Tag, den die Kinder morgens mit dem Fahrrad kommen, können sie sich einen bunten Stempel aussuchen und diesen dann auf der Karte sammeln“, erzählt die Leiterin.

Zudem habe man auf dem Vorplatz des Lichtgartens zwei Autostellplätze vorübergehend geopfert, um dort einen Fahrradparkplatz einzurichten. Darauf weisen mehrere selbst angefertigte Schilder hin. Außerdem hängt ein großes. gelbes Banner vor dem Kindergarten, das auf das Stadtradeln aufmerksam macht. Eine der „Leidtragenden“ ist Christina Strack, die nun nicht mehr mit dem Auto, sondern mit dem Rad zur Arbeit fährt. „Das mache ich aber gerne“, sagt sie lachend. „Schließlich haben wir als Erzieher auch eine Vorbildfunktion.“ Wichtig ist es den Mitarbeitern auch, dass die Eltern mitziehen. Deswegen gibt es an jedem Morgen einen zentralen Treffpunkt in der Stadt, von wo aus die Eltern mit ihren Kindern und einem der Mitarbeiter zum Kindergarten fahren. Auch bei der vom Elternrat organisierten Fahrradtour am Muttertag wurden einige Kilometer gesammelt.

Und dass Radfahren ganz nebenbei noch gut für die Umwelt ist, passt ausgezeichnet zur Philosophie des Lichtgartens. Dort werden die Kinder nämlich für viele Aspekte rund um das Thema Umweltschutz sensibilisiert. „Wir besprechen da intensiv, was mit unserem Müll so passiert und warum es wichtig ist, den nicht einfach achtlos wegzuwerfen“, sagt Kemper. In diesem Zuge ist auch geplant, das Abfallentsorgungszentrum Asdonkshof zu besuchen. In dessen Auftrag war vor einigen Wochen bereits die Umweltclownin Ines Hansen im Kindergarten zu Besuch und erklärte den Kindern auf spielerische Weise die Bedeutung der Mülltrennung und der Energieerzeugung aus Abfall.

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