Schiedsleute

Schiedsleute tagten in Sonsbeck

Marc Würfel-Elberg, Klaus-Peter Schmitz, Bürgemeister Heiko Schmidt, Dr. Martiensen, Karl-Heinz Sliwa, Ellen Borman und  Manfred van Halteren (von links) bei der Tagung. 

Marc Würfel-Elberg, Klaus-Peter Schmitz, Bürgemeister Heiko Schmidt, Dr. Martiensen, Karl-Heinz Sliwa, Ellen Borman und Manfred van Halteren (von links) bei der Tagung. 

Foto: Bezirksvereinigung

Sonsbeck.  Die Mitgliederversammlung der Bezirksvereinigung Kleve im Bund Deutscher Schiedsmänner und Schiedsfrauen traf sich zur Tagung im Kastell.

Die Bezirksvereinigung Kleve im Bund Deutscher Schiedsmänner und Schiedsfrauen betreut die 52 Schiedspersonen der Amtsgerichtsbezirke Kleve, Emmerich, Geldern und Rheinberg in den 16 Kommunen des Kreises Kleve und in fünf Kommunen des Kreises Wesel. Auf ihrer Mitgliederversammlung begrüßte der Vorsitzende Manfred van Halteren die Mitglieder, Sonsbecks Bürgermeister Heiko Schmidt, Dr. Martiensen vom Amtsgericht Rheinberg, den BDS-Landesvorsitzenden Marc Würfel-Elberg und bedankte sich mit dem Schmuckteller der Bezirksvereinigung beim Bürgermeister für die Unterstützung der Gemeinde Sonsbeck, in der man erstmals zu Gast sein durfte. Ein besonderer Dank galt dem Sonsbecker Schiedsmann Johannes Jansen für seine Vorbereitung der Arbeitstagung im Kastell.

In ihren Grußworten würdigten die Ehrengäste das hohe ehrenamtliche Engagement der Schiedsfrauen und Schiedsmänner, die mit ihren Schlichtungsverhandlungen gemäß ihrem Wahlspruch „Schlichten statt Richten“ nicht nur einen Frieden ohne Sieger und Verlierer stiften sondern mit ihrer Arbeit auch ganz erheblich die Justiz entlasten.

Danach ließ der Vorsitzende Manfred van Halteren in seinem Geschäftsbericht die wesentlichen Ereignisse seit der letzten Mitgliederversammlung in Kleve Revue passieren und berichtete, dass im Mai 24 Schiedsfrauen und Schiedsmänner aus NRW im Hotel Klostergarten in Kevelaer zu einem zweitägigen Workshop „Besser schlichten I“ eingeladen waren. Die Mitteilung des Vorsitzenden, dass im Mai der stellvertretende Vorsitzende und IT-Beauftragte Jörg von der Höh mit sofortiger Wirkung von seinen Vorstandsämtern aus persönlichen Gründen zurückgetreten sei und zum Jahresende sein Mandat als Schiedsmann der Stadt Kevelaer niederlegen wird, wurde mit Bedauern zur Kenntnis genommen.

Auf die durch den Rücktritt fällige Nachwahl zum Vorstand verzichtete die Versammlung nach kurzer Diskussion, da der Vorstand dem Gremium gegenüber erklärte, als verkleinerter aber doch handlungsfähiger Vorstand in der Lage zu sein, die bis zur Vorstandswahl im kommenden Jahr zu leistenden Aufgaben erfüllen zu können.

Im Schulungsteil zum Thema „Vollstreckungsfähiger Inhalt von Vergleichen“ begeisterte der Gerichtsvollzieher a.D Hans-Georg Fröhlich mit einem erfrischenden Vortrag. Er schilderte sehr anschaulich zum einen die Ausbildung zum Gerichtsvollzieher und zum anderen dessen Arbeitsfeld. Mit exemplarischen Beispielen aus seiner langjährigen Praxis zeigte er das Dilemma auf, wenn der Vergleich einer Schlichtung nicht so eindeutig und konkret formuliert ist, dass aus dem protokollierten Vergleich seitens des Amtsgerichts ein vollstreckbarer Titel abgeleitet werden kann.

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