Kirche

Ritterorden besucht Marien-Kapelle in Rheinberg

Xantens Propst Klaus Wittke, zugleich Prior des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem, feierte mit den Rittern und Ordensdamen eine Messe in der Winterswicker St.-Marien-Kapelle ab.

Xantens Propst Klaus Wittke, zugleich Prior des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem, feierte mit den Rittern und Ordensdamen eine Messe in der Winterswicker St.-Marien-Kapelle ab.

Foto: arf

Die Winterswicker Kapelle war Ziel der Ritter und Ordensdamen vom Heilgen Grab zu Jerusalem. Sie feierten dort eine Vorabendmesse.

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Rheinberg. Die St.-Marien-Kapelle auf dem ehemaligen Klostergut Strommoers gilt zu recht als Kleinod. Die St.-Marien-Bruderschaft kümmert sich seit 1989 liebevoll um die Kapelle. Ein neuer Kapellenverein sichert die Arbeit für die Zukunft. Und besonderer Besuch kam an diesem Wochenende. Die Ritter vom Heiligen Grab zu Jerusalem kamen gemeinsam mit den Ordensdamen zum Komtureitreffen nach Winterswick und feierten dort eine Vorabendmesse mit Propst Wittke.

Anlass war der 80. Geburtstag von Burkhard Gehrmann, Mitglied im Ritterorden der Komturei St. Viktor Duisburg. Er hatte dazu eingeladen und ein Kennenlernen der Kapelle ermöglicht. Beim Blick auf den Parkplatz offenbarte sich der Niederrhein bis Dinslaken und weiter bis nach Oberhausen. Knapp 40 Ritter und Ordensdamen zählt die katholische Gemeinschaft, die sich als päpstlicher Laienorden versteht und auch geistliche Mitglieder zählt.

Die Ausrichtung nannte der Xantener Propst Wittke, zugleich Prior des Ordens, in der Messe: Für das Heilige Land sorgen, den Glauben bekennen, Gesellschaft und Kirche dienen. Ritter und Ordensdamen unterstützen finanziell durch Spenden und Mitgliedsbeiträge die Christen im Heiligen Land, leisten Hilfe beim Aufbau von Kirchen, Kindergärten, Schulen, Universitäten und Altenheimen, engagieren sich in gesellschaftlichen und sozialen Bereichen zur Sicherung eines menschenwürdigen und religiösen Lebens in der Heimat.

Seit 1888 im Laienorden vertreten

„Das Heilige Land liegt uns am Herzen, das wir alle zwei bis drei Jahre besuchen. Wir unterstützen dort religiöse, wohltätige, kulturelle und soziale Aktivitäten und Einrichtungen“, sagt Monika Barking, Leiterin der Komturei von St. Viktor Duisburg. Sie hält den Kontakt zu den Rittern und Ordensdamen, schreibt Rundbriefe, organisiert und lädt zu Veranstaltungen ein. Bereits seit 1888 sind in dem katholischen Laienorden Ordensdamen vertreten. Mitglied wird man durch Empfehlung.

Die Aufnahme erfolgt in der Investiturfeier und nach Übergabe der Ordensinsignien in der Messe offiziell durch einen Ritterschlag. „Der Besuch der St.-Marien-Kapelle ist für uns etwas Besonderes“, sagt sie. „Doch wir haben davon abgesehen, in unseren weißen Mantelumhängen die Messe zu feiern“, so Monika Barking. Den Umhang schmückt ein rotes Jerusalemkreuz, ebenso wie die Fahne, die in Höhe der Einfahrt zur Kapelle hoch im Wind flatterte. Der Orden der Ritter vom Heiligen Grab zu Jerusalem ist über ganz Deutschland verteilt und gliedert sich in Provinzen. Barking: „Wir gehören zur Provinz Rheinland-Westfalen.“

Für Heinrich Schug und seinen Stellvertreter Edmund Schäfer, Mitglied der St.-Marien-Bruderschaft Winterswick und zugleich Vorstand des Kapellenvereins, hoher Besuch, den sie gebührend begrüßten. Schug nutzte die Gelegenheit, auf die wechselvolle Geschichte der Kapelle hinzuweisen, die einst von Zisterziensern vor 1100 Jahren gebaut wurde und über einen unterirdischen Gang mit dem Kloster Kamp verbunden war. Nach der Messe folgten in geselliger Runde die Geburtstagsfeierlichkeiten in einem Lokal

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