Polizei

Pendlerparkplatz in Alpen im Fokus von Polizeioffensive

Eine groß angelegte Verkehrskontrolle um Diebesgut aus Einbrüchen aufzuspüren gab es auch auf dem Pendlerparkplatz an der Autobahn 57 in Alpen.

Eine groß angelegte Verkehrskontrolle um Diebesgut aus Einbrüchen aufzuspüren gab es auch auf dem Pendlerparkplatz an der Autobahn 57 in Alpen.

Foto: oo

Alpen.   Der Parkplatz an der Autobahn 57 in Alpen war gestern ein Schwerpunkt der landesweiten Kontrollaktion der Polizei gegen Einbrecherbanden.

Mit einer groß angelegten, landesweiten Kontrollaktion gestern Mittag hat die Polizei im Kreis Wesel Einbrechern erneut den Kampf angesagt. Mit Schwerpunktkontrollen wollen die Beamten die Wege von organisierten Einbrecherbanden aufspüren und unterbrechen.

Fokus auf Kleintransporter

Ein großer Kontrollpunkt war der Pendlerparkplatz an der A 57/B 58 in Alpen. Rund 25 Beamte der Kreispolizei und eine Hundertschaft hielten Fahrzeuge an und überprüften die Fahrer, Insassen und Halter. „Gerade Kleintransporter sind da von Interesse, weil solche Fahrzeuge sich relativ unauffällig in Wohngebieten bewegen können“, sagt Daniel Freitag, Pressesprecher der Kreispolizei. „Solche Fahrzeuge werden von Handwerksunternehmen benutzt und fallen daher kaum auf.“

Landrat und Kreispolizei-Chef Ansgar Müller ließ es sich nicht nehmen, an der Kontrollstelle in Alpen zu erscheinen und den Kollegen seinen Dank auszusprechen. „Durch solche Kontrollen konnten wir in den vergangenen Jahren immer mehr Strukturen und Wege von organisierten Banden erkennen“, sagte der Landrat bei seiner Stippvisite. „Außerdem werden bei diesen Aktionen auch Fahrer aus dem Verkehr gezogen, die unter Drogen- oder Alkoholeinfluss stehen.“ Auch das Thema Handy am Steuer sei Inhalt der Kontrollen.

Durch die regelmäßigen Einsätze sowohl mit Kollegen der Bundespolizei als auch mit den Grenzbehörden für Belgien und den Niederlanden würde der Fahndungs- und Kontrolldruck aufrecht erhalten. Wer kontrolliert wird, ist Sache der Ermittler und beruht auf Erfahrung. „Die Kollegen machen ihren Job gut – das hat sich auch daran gezeigt, dass in Alpen als erstes Fahrzeug Kollegen der zivilen Zollfahndung herausgewunken wurden“, schmunzelte Daniel Freitag. „Sowohl bei den Kollegen als auch bei uns haben die Kriterien wohl gestimmt.“

Immer wieder wurden von den Polizeibeamten Fahrzeuge herausgewunken, die sich im Nachhinein als harmlos erwiesen. Auch ein junger Mann, der extra früher Feierabend gemacht hatte und auf dem Weg zu einer Angeltour mit Freunden war, zeigte Verständnis für die Aktion. „Ich kann das schon verstehen, denn jeder von uns möchte vor Einbrechern geschützt werden.“

Dass ein Polizeibeamter der Hundertschaft die Aktion mit einer Maschinenpistole absicherte, mag auf Außenstehende übertrieben gewirkt haben. „Dass solche Sicherungsposten bei Kontrollen eingesetzt werden, ist aber nicht mehr die Ausnahme“, erklärte Daniel Freitag. „Sie unterstützen unsere Arbeit und sind für die Sicherheit der Kollegen zuständig.“

Insgesamt wurden im Kreisgebiet 428 Fahrzeuge und 497 Personen kontrolliert. Dabei gab es sieben Festnahmen, unter anderem wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz.

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