Osteraktion

Ostereier waren gut versteckt

Valeri (links) und Olga Fuchs sammelten mit ihren Zwillingen Lea und Lilly Ostereier.

Valeri (links) und Olga Fuchs sammelten mit ihren Zwillingen Lea und Lilly Ostereier.

Foto: Jasmin Ohneszeit

Rheinberg.   Der Bürgerschützenverein Orsoy lud wieder zu seinem traditionellen Ostereiersuchen mit anschließendem Osterfeuer.

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Stolz hielt Lea ein rosafarbenes Osterei, das sie gerade im Gras gefunden hat, in die Höhe. Ihre Zwillingsschwester Lilly war ebenfalls erfolgreich: Ein paar Meter weiter hatte sie noch ein Ei gefunden. Vorsichtig legten die beiden die Hühnereier in die extra für Ostern vorbereiteten Körbchen. „Wir mussten aber schon drei, vier Minuten intensiv suchen, bevor wir fündig geworden sind“, lachte Familienvater Valeri Fuchs. „Die Eier sind im Heu sehr gut versteckt.“ Zum ersten Mal hatten seine Töchter in dem großen Areal Ostereier gesucht. „Das ist eine tolle Aktion, die gut organisiert ist. Hier gibt es jede Menge Platz und genügend Ostereier“, so der Orsoyer. Am Karsamstag lud der Bürgerschützenverein (BSV) Orsoy wieder zu seinem traditionellen Ostereiersuchen mit anschließendem Osterfeuer auf der Wiese des SV Orsoy ein. Mehr als 1000 bunte Eier versteckten die Mitglieder auf der Wiese. „Gefärbt waren sie allerdings schon, als wir sie gekauft haben, das hätten wir selbst dann doch nicht mehr geschafft“, sagte BSV-Präsident Andreas Blumenstengel.

Mama und Papa halfen

Rund 40 Jahre schon gibt es die große Ostereiersuche in Orsoy, seit dem vergangenen Jahr auch wieder mit einem Osterfeuer. „Vorher konnten wir es nicht mehr machen, weil das Gelände nicht eingezäunt war und viele ihren Müll auf unserem Berg fürs Feuer entsorgt haben.“

Die ersten Familien trafen am Samstag bereits eine Stunde vor dem offiziellen Startschuss ein. Den Anfang wollte eben niemand verpassen. Dann war es soweit: Böllermeister Martin Strohscheidt gab das Kommando – und sofort rannten die Kinder los, suchten das weitläufige Gelände ab. Und die Organisatoren des Schützenvereins hatten es den Kids nicht leicht gemacht: Sie legten die Eier nicht bloß auf die große Wiese, sondern versteckten sie unter dem gemähten Heu. Aufpassen war da Pflicht, sonst knirschte es auch schon mal schnell unter den Füßen. Einige Kinder wurden deshalb ganz schön kreativ, schnappten sich einen Ast und suchten damit das Gras nach weiteren Eiern ab.

Mama, Papa oder die Großeltern durften natürlich bei der Suche helfen. In nur wenigen Minuten war die Wiese abgegrast. Zusätzlich verteilte der Thron rund um Schützenkönig Sven Schmidt Süßigkeiten.

„Erst habe ich nichts gefunden und dann auf einmal ganz viel“, sagte Henry Lison, der zum zweiten Mal mit dabei war. „Mir macht das Suchen sehr viel Spaß.“ Seine Technik: Gemeinsam mit Moritz Girth die kleinen Heuberge durchwühlen.

Die Resonanz sprach an diesem Tag für sich. Mehr als 300 Kinder begaben sich bei bestem Wetter auf Eiersuche. „In den vergangene Jahren kamen immer mehr Leute. Das Gemeinschaftsgefühl in unserem kleinen Ortsteil wächst weiter. Auch deshalb möchten wir diese Tradition hochhalten“, sagte Ehrenpräsident Karl Hoffmeyer.

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