Klimaschutz

Klimaschutzflagge weht bei Lemken in Alpen

Nicola Lemken, Ansgar Müller, Thomas Ahls (hinten v.l.), Patrick Jordans und Johannes Pütter (vorne v.l.) freuen sich über die Klimaschutzflagge.

Nicola Lemken, Ansgar Müller, Thomas Ahls (hinten v.l.), Patrick Jordans und Johannes Pütter (vorne v.l.) freuen sich über die Klimaschutzflagge.

Foto: Jasmin Ohneszeit

Alpen.   Umweltschutz und Gewinnmaximierung passen in Alpen gut zusammen: Der Landmaschinenhersteller wurde für seine Energieeffizienz ausgezeichnet.

Ein bisschen wehmütig war Johannes Pütter vom Repair-Café Hünxe sicherlich schon, als er die Klimaschutzflagge an Nicola Lemken, Gesellschafterin und Mitglied der Geschäftsleitung bei Lemken, übergab. „Ich habe sie aber noch extra gebügelt“, sagte er lachend. Der Alpener Landmaschinenhersteller erhielt gestern die Auszeichnung für sein Engagement im Bereich Energieeffizienz und Klimaschutz.

Landrat Ansgar Müller und Bürgermeister Thomas Ahls verliehen stellvertretend für das Klimabündnis der Kommunen im Kreis Wesel die Klimaschutzflagge. „Mit der Firma Lemken haben wir nicht nur ein besonders innovativ ausgeprägtes, sondern auch sehr klimafreundliches Unternehmen ansässig, welches sich seiner Verantwortung für eine nachhaltige Zukunftsentwicklung mehr als bewusst ist, worüber ich mich sehr freue“, erklärte Bürgermeister Ahls.

Seit 2011 zeichnet das Klimabündnis – ein Zusammenschluss aller 13 Kommunen und dem Kreis Wesel sowie den ständigen Partnern Kompetenznetz Energie Kreis Wesel, der EA.NRW und der Verbraucherzentrale NRW – nachahmenswerte Projekte, Initiativen und Unternehmen aus dem Kreis Wesel aus, die sich dafür qualifizieren. Die Flagge ist dabei eine Art Wanderpokal. Nachdem das Hünxer Repair-Café die Fahne ein halbes Jahr hatte, weht sie zukünftig an einem Mast der Firma Lemken. „Das ist ein schöner Anlass. Wir freuen uns, dass wir ausgewählt wurden“, betonte Nicola Lemken. Seit 2004 setzt das Unternehmen eigene Energiesparmaßnahmen um. So wird das Verwaltungsgebäude allein durch Abwärme aus der Umformung geheizt und gekühlt. Die Energiekosten konnten so um 70 Prozent verringert werden. Rund 700 Tonnen Kohlenstoffdioxid ließen sich bisher einsparen.

Später kamen ein Energiekreislaufsystem für die Lackieranlage, Photovoltaikanlagen auf zwei Hallendächern sowie seit 2015 zwei Blockheizkraftwerke zur autarken Versorgung der Produktionshallen und des Entwicklungswerks dazu. „Als Familienunternehmen denken wir in Generationen und fühlen uns verpflichtet, vernünftig mit Mitarbeitern, Ressourcen und der Umwelt umzugehen. Deshalb entwickeln wir unsere Technik und Verfahren ständig und intelligent weiter“, so Lemken.

Auf der Auszeichnung ruht sich das Unternehmen allerdings nicht aus. Weitere Maßnahmen sind bereits in Planung: Hallen sollen mit Kompressor-Abwärme beheizt werden, Lampen in den Werken gegen sparsamere LED-Beleuchtung ausgetauscht werden. Und dann sind da ja auch noch die Blühwiesen auf dem Alpener Firmengelände, auf denen vier Bienenvölker angesiedelt wurden. „Lemken zeigt, dass sich Gewinnorientierung und Klimaschutz gut vereinbaren lassen“, betonte Landrat Müller.

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