Schüler-Demo

Klimaschutz-Demo im Kleinen in Xanten

Klimaschutz-Demo an der Marienschule: Carolin Bongers (l.), Emma Tajsich und die anderen Schülerinnen der Klasse 10b stellten ihre Ideen vor.

Klimaschutz-Demo an der Marienschule: Carolin Bongers (l.), Emma Tajsich und die anderen Schülerinnen der Klasse 10b stellten ihre Ideen vor.

Foto: pek

Marienschüler machten sich Gedanken, wie ein eigener Beitrag gegen die Erderwärmung aussehen könnte. Die Heizung sei zum Beispiel ein Thema.

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Xanten . Diesmal war es nicht eine der inzwischen etablierten, allwöchentlichen Demos, mit denen Schüler regelmäßig bundesweit für ein Umdenken in der Klimapolitik eintreten. Dafür hatte es kein schulfrei gegeben; die Fahrt zu einer Veranstaltung in Kleve fand nicht statt. Stattdessen machten sich die Jugendlichen der 10b in der Marienschule selbst Gedanken über den Klimawandel – und wie ein eigener Beitrag im Kampf gegen die Erderwärmung mit ihren schlimmen Folgen für Natur und Umwelt aussehen könnte.

Wie kann jeder sein Verhalten so ändern, dass weniger Ressourcen wie Energie, Papier oder Plastik verbraucht werden? Denn alles hängt irgendwie zusammen, das eine bedingt das andere. Am Dienstag stellte die 10b ihre Ergebnisse vor und protestierte mit ihren Mitschülerinnen vorm Schulgebäude für mehr Klimaschutz – unterstützt von der Schulleitung. „Es ist ein Startschuss für etwas, was hier bei uns beginnen kann“, betonte Schulleiter Michael Lemkens. „Es sollte uns nachdenken lassen, wie wir selbst anfangen können, unser Leben zu verändern.“

Die Klasse 10b hatte dazu jede Menge Ideen gesammelt. Die Heizung zum Beispiel kann um ein Grad von 20 auf 19 Grad gesenkt werden. Das spart Heizenergie. Die Heizung einige Tage ganz abzustellen wurde auch überlegt, aber verworfen. Denn, so meinte Lemkens, „das Hochfahren würde viel zu viel Energie verbrauchen.“ Oder der Papierverbrauch: Im Schnitt werden pro Schultag rund 3000 Blatt bedruckt. Ist das alles wirklich erforderlich? Oder Smartphones und Co: Elektronische Geräte weniger zu nutzen, zumindest ab und zu, würde ebenfalls den Stromverbrauch senken. Und dann ist da noch das Problem der Fünf-Minuten-Terrine. Sie ist eine praktische Mahlzeit in der Pause, aber mit viel Plastik verbunden, das nicht nur mit erheblichem Energieaufwand produziert wird, sondern das am Ende auch entsorgt werden muss.

Das und noch viel mehr präsentierten die Mädchen der 10b ihren Mitschülerinnen, um sie für Verhaltensänderungen zu sensibilisieren. „Und zwar jetzt und nicht erst, wenn es zu spät ist“, erläuterte Sara Willemsen. Die Verhinderung des Klimawandels, ergänzte Paulina Peters, sei nicht allein Aufgabe der Unternehmen. „Klimaschutz fängt bei jedem Einzelnen an. Nur wenn jeder Einzelne etwas tut, können wir etwas bewegen.“

Es blieb an diesem Tag nicht bei einem Appell. Der Protest soll zugleich auch etwas zurückgeben an die Natur und die Erde. Ein solches langfristiges Zeichen wird in den kommenden Tagen das Pflanzen eines Apfelbaums im Schulgarten sein: „Als Symbol für die Bäume, die gefällt werden“, so Paulina. Außerdem sollen Wildblumensamen gesät werden. In drei Jahren werde dieser Baum Äpfel tragen können. „Wir hoffen, dass dann auch die Klimapolitik Äpfel beziehungsweise Früchte trägt.“

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