Caritasverband Moers-Xanten

Immer für die Menschen da sein

Auch mal mit dem Wassertaxi sorgte der Caritasverband für schnelle Hilfe.

Auch mal mit dem Wassertaxi sorgte der Caritasverband für schnelle Hilfe.

Foto: Caritasverband

Mit einer großen Festwoche von Montag, 24. Juni, bis Sonntag, 30. Juni, feiert der Caritasverband Moers-Xanten sein 50-jähriges Bestehen.

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Xanten/Moers. Mit einer großen Festwoche von Montag, 24. Juni, bis Sonntag, 30. Juni, feiert der Caritasverband Moers-Xanten sein 50-jähriges Bestehen – an verschiedenen Orten in seinem Versorgungsgebiet. Ein Höhepunkt ist am Dienstag, 25. Juni, der Vortrag von NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann um 19.30 Uhr in der Rheinberger Stadthalle. Die Festwoche endet gebührend mit einem von Weihbischof Rolf Lohmann zelebrierten Abschlussgottesdienst am 30. Juni ab 11.30 Uhr im Xantener Dom. Musikalisch begleitet wird die Messe vom Chor „Ad Sanctos“.

1969 wurde der Caritasverband auf Initiative des damaligen Dechanten des Dekanats Moers, Probst Hermann Feldhaus, gegründet. Feldhaus wurde gleichzeitig zum Vorsitzenden gewählt. Drei Jahre später wurde mit Eugen Serafim der erste hauptamtliche Geschäftsführer eingestellt. Er leitete den Verband bis 1999. Zu den Geschäftsfeldern gehörten die Alten- und Familienpflegehilfe sowie Essen auf Rädern. Im Jahre 1975 wurde der Verband im Zuge der kommunalen Neuordnung in den Caritasverband Moers-Xanten umbenannt. Der Verband kümmert sich in dieser Zeit erstmals auch um Flüchtlinge – aus Korea. Zwischen 1977 und 1983 wurden die ersten Sozialstationen gegründet, die Erziehungsberatung in Rheinberg eingerichtet. Die Jahre 1986 bis 1998 standen im Zeichen des Aufbaus der Angebote für psychisch kranke Menschen (Beratungsdienste, Kontakt- und Beratungsstelle, Tagesstätte, Betreutes Wohnen). 1988 eröffnete der Verband das erste Seniorenzentrum St. Hedwig in Kamp-Lintfort. 2005 kam erstmals der offene Ganztag in einer Schule als Angebot dazu, seit 2015 engagiert sich die Caritas auch intensiv in der Flüchtlingshilfe. 2018 wurde die Kurzzeitpflege St. Katharina in Xanten auf 26 Plätze erweitert, in diesem Jahr nahm der Verband unter anderem die Tagespflege St. Gertrud in Sonsbeck in Betrieb.

Nach der Amtszeit von Eugen Serafim übernahm Graf von Spee 1999 die Geschäftsführung, ihm folgte fünf Jahre später Henric Peeters. Und seit 2017 bilden Brunhild Demmer als Vorstandsvorsitzende und Berthold Grunenberg als kaufmännischer Vorstand hauptamtlich die Doppelspitze des Verbandes.

Die 1029 Mitarbeiter (Stand April 2019) kümmern sich in der Altenhilfe und Pflege, Kinder- und Jugendhilfe sowie Gesundheits- und Sozialberatung um die Mensschen. „Nicht, dass unsere Leistungen alle unersetzbar wären“, sagt die Vorstandsvorsitzende Brunhild Demmer. „Aber es gibt bestimmte Bereiche, in denen der Caritasverband eine tragende Rolle spielt.“ Beispiel Kinder- und Jugendhilfe. „Da kümmern wir uns um Kinder und deren Eltern in schwierigen Situationen.“

Im Fachbereich ambulante und stationäre Altenhilfe betreut der Caritasverband in vier Sozialstationen etwa 1600 Patienten – in der Sozialstation Rheinberg sind es 325 Klienten, in Xanten/Sonsbeck 366 Klienten. An 17 Schulstandorten sind zwischen 1500 und 1700 Kinder in der Betreuung im offenen Ganztag. Die Erziehungsberatungsstelle hat in den 40 Jahren rund 25.000 Familien betreut. Und die Aufgaben für den Caritasverband werden in den kommenden Jahren nicht kleiner, weiß auch Brunhild Demmer: „Da ist der demographische Wandel und die damit einhergehenden Folgen. Wir werden einen deutlichen Anstieg an alten Menschen haben. Dadurch steigt der Bedarf an Unterstützungsleistungen.“ Eine weitere wichtige Aufgabe sei, dass alle Kinder gute Chancen bekämen im Hinblick auf Bildung und Teilhabe.

Darüber hinaus müsse man der Entsolidarisierung der Gesellschaft entgegenwirken. Es gebe merklich keinen gesellschaftlichen Konsens mehr dazu, dass alle Menschen ein Leben in Würde führen können. Das betreffe die Teilhabe an gesellschaftlichen Aktivitäten, am Arbeitsleben, an angemessenem Wohnraum für alle. „Hier sehe ich die Aufgabe des Caritasverbandes, Solidarität zu fördern und den Gedanken der Nächstenliebe lebendig zu halten.“

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