Stadtfest

Gelungene Zeitreise in die 50er beim Rheinberger Stadtfest

Bürgermeister Frank Tatzel und Ulrike Brechwald (zweite von links) eröffneten das Rheinberger Stadtfest.

Bürgermeister Frank Tatzel und Ulrike Brechwald (zweite von links) eröffneten das Rheinberger Stadtfest.

Foto: Peter Bußmann

Rheinberg.   In Rheinberg tauchten die Besucher des Stadtfestes wieder in die Zeit von Petticoats und Elvis-Tolle ein: Es wurde zu Rock’n’Roll-Musik getanzt.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Weiße spitzenbesetzte Petticoats, natürlich steif gestärkt, mit hartem Reif im Saum: die Damen. Die pomadengestärkte Tolle über der Stirn, Elvis Presley, dem Rockstar der Fünfziger- und frühen Sechziger-Jahre gleich, dazu die Hose mit dem weiten Schlag: die Herren. Chromblitzende, blank gewienerte Straßenkreuzer, die gepflegte Vespa auf der „Oldtimer-Meile“. Die zwar keine Meile lang war, aber die Autos waren einen Hingucker wert.

Dann noch eine große Bühne mit einem tollen Show- und Musikprogramm auf dem Markt. All das gehörte zum Rheinberger Stadtfest. Diesmal wieder mit dem Titel: „Wilde 50er“. Womit die Rheinberger Werbegemeinschaft erneut einen Volltreffer landete. Bei recht gutem Wetter gab es die Zeitreise in die 50er mit Bummel oder Abtanzen. Denn Hits der 50er sind unvergessen, wurden von Solisten und Bands präsentiert. Da blieb so manches Bein nicht ruhig stehen. Und manches Paar ließ sich nicht erst zum Tanz bitten. Heißer Rock’n’Roll der 50er war angesagt.

Wie immer eröffnete Rheinbergs Bürgermeister Frank Tatzel Samstag mit gekonntem Hammerschlag auf den Zapfhahn des Freibierfasses vor gespannt wartendem Publikum das Stadtfest, dabei auch die sichtlich stolze Ulrike Brechwald, Initiatorin des Festes und Vorsitzende der Werbegemeinschaft. Mit dem Bürgermeister stieß sie auf das Gelingen des Stadtfestes an. Natürlich im stilechten Kleid der 50er.-Jahre.

Zugleich war das Stadtfest die Freigabe des frisch renovierten Holz- und Fischmarktes. So bekam es noch ein besonderes Flair, dem sich gestern auch ein verkaufsoffener Sonntagnachmittag anschloss. Traditionell machten vor den Stadttoren Edeka und der Möbelfuchs mit. Der sorgte für einige Attraktionen auch in Winterswick. Auf der Bühne und auf dem Markt ging es Schlag auf Schlag, eröffnet von Showgirls mit der Liebe zu Rollschuhen. Wer hatte die nicht in den 50ern. Da waren die Geräte auf den vier Rädern der Hit eines jeden Kindes oder Jugendlichen, die sich, in die Jahre gekommen, schmunzelnd und staunend über die Akrobatik freuten.

Omas Kuchen und Kompott

Im Zeichen der 50er präsentierten sich Sonntag die Girls des Amplonius-Gymnasiums, die beiden Cheerleader-Gruppen AGC Alligators und AGC Rookies, elf- bis 17-jährige Schülerinnen, die mit ihrer Akrobatik bestaunt und beklatscht wurden. Mit dabei auch die Damen des Lions-Clubs Rheinberg Juventas. Schätze aus Omas Geschirrschrank oder dem geerbten Schmuckkästchen hatten sie mitgebracht, verwöhnten kulinarisch mit Waldmeisterbowle, Omas Kuchen und Kompott. Das Schöne: Der Erlös bleibt im Rahmen des Lions-Bildungsprogramm an Rheinbergs Schulen.

Zu den 50er-Jahren gehört natürlich auch Musik. Die gab es Samstag und Sonntag reichlich. Rock’n’Roll und viele noch heute gern gehörte Ohrwürmer. Der erst 17-jährige Kjell Brian Kiotzing, der die damalige Zeit selbst nie erlebte, schoss als Blues- und Rock’n’Roll-Fan ein Feuerwerk ab, gefolgt von „Big Jay and his Hot Rod Gang“. Samstagabend gehörte die Bühne „Junior Marvel and the Hit-Tombs“ mit authentischem Rockabilly, später „Cherry Casino and the Ramblers“. Gestern hieß es „Bigband einmal anders“ mit der Kölner Elf-Mann-und-eine-Frau Formation „Ballroom-Syndikat“ um Lena Helmer, gefolgt von „The Wyatt Christmas Five“. Es wurde ein rockiges Feuerwerk bekannter Melodien. Ein Vintage-Flohmarkt rundete das Fest ab.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben