Umwelt

Gegen Plastikmüll in der Biotonne

Claudia Jaeckel (Enni Moers), Natascha Koth (Sonsbeck), Georg Rösen (Xanten), Claudia Biedermann (Kamp-Lintfort), Kirsten Pops (Rheinberg), Cornelia Bothen (Asdonkshof), Heidi Simanowitz (Kreis Wesel), Thomas Michaelis (Hamminkeln), Rosemarie Kaltenbach (Rheinberg), Frank Klein-Hitpaß (Dinslaken), Peter Bollig (Asdonkshof) und  Andrea Krebber (ASG Wesel, von links) machen gemeinsame Sache.

Claudia Jaeckel (Enni Moers), Natascha Koth (Sonsbeck), Georg Rösen (Xanten), Claudia Biedermann (Kamp-Lintfort), Kirsten Pops (Rheinberg), Cornelia Bothen (Asdonkshof), Heidi Simanowitz (Kreis Wesel), Thomas Michaelis (Hamminkeln), Rosemarie Kaltenbach (Rheinberg), Frank Klein-Hitpaß (Dinslaken), Peter Bollig (Asdonkshof) und Andrea Krebber (ASG Wesel, von links) machen gemeinsame Sache.

Foto: Stadt

Rheinberg.   Kampagne #wirfuerbio jetzt auch im Kreis Wesel. Kommunen und Abfallentsorgungszentrum Asdonkshof engagieren sich gemeinsam.

Im vergangenen Jahr startete die Kampagne #wirfuerbio mit 23 Betrieben aus Norddeutschland. Die Botschaft ist simpel: Weder herkömmliche, noch so genannte kompostierbare Plastiktüten, dürfen in die Biotonne. Pünktlich zum Start in die Gartensaison werben alle Kommunen im Kreis Wesel, der Kreis Wesel und der Asdonkshof gemeinsam für mehr Umsicht bei der Entsorgung von Bioabfällen. Mittlerweile bündeln deutschlandweit über 40 Kampagnenteilnehmer ihr Know-How für das gemeinsame Ziel.

Plastiktüten im Biomüll

„Meistens ist der Biomüll in den Tonnen gar nicht so schlecht sortiert“ stellt Mike Egelhof, Leiter des Kompostwerks am Asdonkshof, fest. „Aber: Damit die Tonne nicht verschmutzt oder riecht, benutzen viele Bürger Plastiktüten oder so genannte kompostierbare Bioplastiktüten, um ihren Bioabfall darin zu entsorgen.“ Diese Tüten müssen im Bio-Kompostwerk am Asdonkshof aufwändig aussortiert werden.

Trotzdem verunreinigen kleinteilige Plastikrückstände den Kompost, setzten die Qualität herab und stören den Verwertungsprozess. Denn die im Kompost zerfallenden Reste, also Mikroplastik, lassen sich biologisch nicht abbauen und gelangen im schlimmsten Fall über den Bio-Kompost auf Beete oder Äcker, ins Grundwasser oder in die Nahrungskette.

Viele Bürger meinen es mit kompostierbaren Bioplastiktüten besonders gut, erreichen aber das Gegenteil: Denn diese zersetzen sich so langsam, dass sie nach dem kurzen Rotteprozess von maximal acht Wochen am Asdonkshof als Störstoffe im Kompost erhalten bleiben. Zudem sind diese Tüten in der Vorsortierung nicht von konventionellen Plastiktüten zu unterscheiden und werden als Störstoff mit ihrem Inhalt aussortiert.

Um die Qualität des Bio-Kompostes langfristig zu sichern, wird es im Rahmen der #wirfuerbio-Kampagne vielfältige Informationsmöglichkeiten und Aktionen geben. Neben der Kampagnenseite wirfuerbio.de setzen die Teilnehmer im Kreis Wesel auf Social Media Posts, Plakate, Folder und Informationsstände auf Wochenmärkten. Zusätzlich werden Papiertüten für die Bioabfallsammlung verteilt.

Modernes Entsorgungszentrum

Das Abfallentsorgungszentrum (AEZ) Asdonkshof wird von der Kreis Weseler Abfallgesellschaft mbH & Co. KG betrieben.

Durch die Kombination aus thermischer Behandlung, stofflichen Behandlungsanlagen und einer Deponie der Klasse II entstand eines der modernsten Entsorgungszentren in Europa. Dieser Anspruch wird durch eine deutliche Unterschreitung der gesetzlichen Emissionsgrenzwerte, die Zertifizierung als Entsorgungsfachbetrieb und die Vollauslastung der Anlagen belegt.

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