Kiurchenjubiläum

Feier zu 70 Jahren St. Marien-Kirche im Budberger Mühlenturm

Der Mühlenturm ist nicht zu übersehen. Er macht die St.-Marien-Kirche in Budberg zu einer Rarität in der Region.

Der Mühlenturm ist nicht zu übersehen. Er macht die St.-Marien-Kirche in Budberg zu einer Rarität in der Region.

Foto: OO

Ein ehemaliger Mühlenturm ist das Markenzeichen der St.-Marien-Kirche in Rheinberg-Budberg – Geburtstagsfeier mit Gemeindefest am Sonntag

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Rheinberg. Den mit 161,53 Metern höchsten Kirchturm hat das Ulmer Münster. Die bekanntesten Kirchtürme finden sich am Dom in Köln. Und am faszinierendsten ist vielleicht der „Michel“, Turm der Hamburger St.-Michaelis-Kirche. Zu den ungewöhnlichsten Kirchtürmen in Deutschland gehört aber zweifelsohne das Exemplar der St.-Marien-Kirche Budberg: ein ehemaliger Mühlenturm.

Den 70. Geburtstag ihrer einzigartigen Kirche feiert die Gemeinde am kommenden Sonntag, 19. Mai, mit einem bunten Gemeindefest. „Die 70-Jahr-Feier wird auch für die verbliebenen Gemeindemitglieder der ersten Stunde ein besonderes Ereignis sein“, erzählt Martin Tomberg vom Gemeindeausschuss.

Nach dem Zweiten Weltkrieg standen die Budberger ohne eigene Kirche da und haben den Bau einer eigenen Kirche „erzwungen“. 1947 wurde ein Kapellenbauverein gegründet, rasch war das Startkapital von 25.000 Reichsmark zusammen. Doch wo sollte das Gotteshaus stehen? Jede Kirche benötigt einen Turm, in Budberg gab es den Mühlenturm.

Damit war die Standortfrage geklärt. Nur zwei Jahre später – am 8. Mai 1949 – wurde die St.-Marien-Kirche Budberg schließlich geweiht. Doch wie es mit Kirchbauten meistens ist – fertig werden sie nie. So auch in Budberg: 1978 wurde ein Geläut eingebaut, 1979 mussten Brandschäden saniert werden und in den 1980er-Jahren hatte der Bergbau dem Gebäude arg zugesetzt.

Der Festtag beginnt um 9.15 Uhr mit einem Gottesdienst in der Kirche. Im Anschluss dürfen sich die Besucher des Gemeindefestes über ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm freuen. In der Kirche informiert eine kleine Ausstellung an Stellwänden über die Geschichte des Budberger Gotteshauses.

Erste Kommunionkinder

Eingeladen sind zu diesem Festtag auch die ehemaligen Pfarrer von St. Peter und damit auch von St. Marien Theodor Michelbrink, Frank Kargus und Wolfgang Schmitz, die aus der jüngeren Geschichte der Gemeinde erzählen können. Erinnerungen an früher teilen die Kommunionkinder des Jahrgangs 1949. „Das waren die ersten Kommunionkinder in der neuen Kirche, die haben wir ebenfalls eingeladen“, so Tomberg. Die Kinder von einst sind heute Ende 70.

Natürlich kommen auch die kleinen Besucher nicht zu kurz beim Gemeindefest. Für sie gibt es unter anderem einen Schminkstand und Glitzertattoos. Herzhaftes vom Grill sowie Kaffee und Kuchen dienen allen Gästen zur Stärkung.

Ein für Sonntag geplantes Konzert des Moerser Gospelchors „Good News“ muss kurzfristig aus organisatorischen Gründen ausfallen. Es sollte das Gemeindefest ab 17 Uhr ausklingen lassen.

Der Eintritt zum Gemeindefest ist frei. „Der Erlös des Gemeindefestes kommt dem neu gegründeten Förderverein des Kindergartens St. Marien zugute“, so Martin Tomberg.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben