Schulausschuss

Erst Kosten ermitteln, dann Räume planen

Das Amplonius-Gymnasium braucht zusätzliche Räume.

Das Amplonius-Gymnasium braucht zusätzliche Räume.

Foto: Ben Laakmann

Rheinberg.   Rheinberger Schulausschuss diskutierte über den Raumbedarf des Amplonius-Gymnasiums. Die Fraktionen wollen erst über Kosten informiert werden.

Wenn’s ums liebe Geld geht, da fährt insbesondere die CDU in den unterschiedlichen Ausschüssen regelmäßig die Antennen aus. Und das ist in Zeiten, in denen Baukosten gerne mal in die Höhe schnellen, wohl auch das richtige Signal. So forderte Erich Weisser im Schulausschuss bei der Diskussion um zusätzlichen Raumbedarf des Amplonius-Gymnasiums die Verwaltung auf, erst einmal eine Kostenschätzung für das Vorhaben vorzulegen. „Da fällt eine Menge Geld an für Ausstattung, Unterhalt und Betrieb. Wir können erwarten, dass man sich erst einmal Gedanken über die Kosten macht.“

Der Hintergrund: Unter Berücksichtigung der Einführung von G9 benötigt das Amplonius-Gymnasium mittelfristig bis zu 30 Klassenräume für die Sek 1 und 18 Kursräume für die Sek II. Mit dem vorhandenen Raumbestand kann zusätzlicher Bedarf nicht gedeckt werden. Zudem kündigte die VHS an, drei kleinere Unterrichtsräume und einen Mehrzweckraum (70 bis 100 Quadratmeter) zu benötigen.

Für René Klaus, sachkundiger Bürger der SPD, war die Raumkalkulation in der Vorlage „so nicht nachvollziehbar“, das Vorhaben sei „über den grünen Daumen geplant. Meiner Meinung nach ist das Raumkonzept nicht schlüssig.“ Er wünschte sich deshalb eine genauere Erklärung, wie die Klassenräume genutzt werden. Dagmar Krause-Bartsch (Grüne) indes betonte, dass man hier doch erst „etwas in Gang bringen“ wolle und die Ergebnisse der Arbeitsgruppen in den Fachbereichen noch abwarten müsse. Auch Herbert Becker (FDP) betonte, dass es wichtig sei, „den Ball erst mal aufs Spielfeld geworfen zu haben.“ Danach könne man sich noch immer mit der Kostenschätzung beschäftigen. Erich Weisser (CDU) schlug vor, die Kosten auf Basis des Raumprogramms parallel zu ermitteln. Und Karin Winkel (SPD) wollte sich die Möglichkeit erhalten, das Raumprogramm anzupassen, „wenn die Kosten aus dem Ruder laufen.“ Bürgermeister Frank Tatzel machte den Vorschlag, dass man entgegen der Vorlage nicht das Raumprogramm beschließen müsse, sondern zunächst die Kostenschätzung für die Erweiterung ermitteln könne. Diesem Vorschlag folgte der Ausschuss einstimmig.

Marcus Padtberg, Leiter des Amplonius-Gymnasiums, war aufmerksamer Beobachter im Schulausschuss und bedankte sich für die allgemeine Zustimmung. „Die Planung erfolgte aber nicht über den grünen Daumen, sondern alles ist gut durchdacht.“ Padtberg war dankbar, dass etwas passiert. „Die Idee, zu sparen, habe ich vermerkt. Aber wir müssen die Zeit im Auge haben.“

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