Sicherheit

Die Citystreife in Xanten macht sich bezahlt

XA Stadtsicherheitskonzept Der private Sicherheitsdienst IMTAKT soll vor Vandalismus schützen und die Stadt und den Kurpark sicherer machen Kai Schmitz und Manfred Königs von der Firma Intakt

XA Stadtsicherheitskonzept Der private Sicherheitsdienst IMTAKT soll vor Vandalismus schützen und die Stadt und den Kurpark sicherer machen Kai Schmitz und Manfred Königs von der Firma Intakt

Foto: Ostermann, Olaf (oo)

Xanten.  In den ersten acht Monaten dieses Jahres wurden Schäden durch Vandalismus in Höhe von rund 27.000 Euro festgestellt. Weniger als im Vorjahr.

Der Einsatz einer Citystreife in Xanten hat sich nach Angaben der Verwaltung bewährt: In den ersten acht Monaten 2019 hat die Stadt Schäden durch Vandalismus in Höhe von etwa 27.000 Euro festgestellt. Das ist deutlich weniger als in den beiden Vorjahren. 2017 waren es 81.000 Euro und ein Jahr später sogar über 86.000 Euro. Die bisherige Bilanz lasse auf eine deutliche Reduzierung der Schäden auch über das gesamte Jahr hoffen, schreibt die Stadt. Der Einsatz der Security kostet Xanten derzeit monatlich rund 3300 Euro brutto.

Auch in den kommenden Monaten wird der Sicherheitsdienst Streife laufen. Der Rat stimmte am Mittwochabend einer Vertragsverlängerung bis Ende März 2020 zu. Zwar habe der Einsatz der Citystreife den Vandalismus nicht vollständig verhindert, sagt die Stadt. Aber der Dienst sei geeignet, Vandalismus zumindest zu minimieren.

Alkoholisierte Personen

Seit Mitte Januar ist der Sicherheitsdienst an den Wochenenden unterwegs. „Die Einsatzberichte lassen erkennen, dass sich zu Nachtzeiten häufig unbefugte Personen im Bereich städtischer Liegenschaften aufhalten“, schreibt die Verwaltung. Schwerpunktmäßig sei das Schulzentrum zu nennen. Dort seien häufig Vermüllung und Vandalismus festgestellt worden. „Aber auch der nächtliche Aufenthalt von alkoholisierten Personen auf Spielplätzen gibt regelmäßig Anlass zum Tätigwerden der Citystreife.“

Das Umwerfen von Sitzbänken gehört noch zu den kleineren Vorkommnissen. Im Kurpark sind in der Vergangenheit gerade erst neu eingebaute Laternen umgeknickt oder besprüht worden. Am Bahnhof hatten Unbekannte 15 Aufbewahrungsboxen für Fahrräder aufgebrochen. Oft werden auch Hauswände mit Graffiti besprüht. Vor wenigen Wochen wurden am Gradierwerk Holzlatten herausgebrochen.

Keine Ausweiskontrollen ohne Grund

Bei aller positiven Bilanz haben sich im Hauptausschuss aber auch kritische Stimmen zur Citystreife geäußert. CDU-Fraktionsmitglied Rainer Groß berichtete, er sei von Bürgern auf ein zweifelhaftes Vorgehen des Sicherheitsdienstes angesprochen worden. So seien schon mehrfach Jugendliche, die sich friedlich im Kurpark aufgehalten hätten, „vertrieben“ worden.

Auch seien Ausweiskontrollen ohne ersichtlichen Grund durchgeführt worden. SPD-Fraktionsvorsitzender Olaf Finke stellte die Frage, ob die Citystreife zur Ausübung solcher hoheitlichen Tätigkeiten im öffentlichen Raum überhaupt befugt sei – Bürgermeister Thomas Görtz verneinte dies.

Für einen Großteil der Ausschussmitglieder ist die Ausübung der Citystreife durch Dritte keine dauerhafte Lösung. Auf den Vorschlag, stattdessen die städtischen Ordnungsbehörden aufzustocken, reagierte Görtz mit Bedenken: Der Einsatz von eigenem Personal am Wochenende und nachts sei in jedem Fall teurer.

Neben der personellen Regelung nach Ablauf der beschlossenen Verlängerung will die Politik auch weiter über technische und bauliche Maßnahmen, etwa den Einsatz von mobilen Überwachungskameras oder das Anbringen von Speerspitzen auf Dächern, beraten.

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