Ausstellung „Kukma“

Bunte Blickfänger im Skulpturen-Garten in Budberg

Ingrid Dickschat-Lorenz präsentiert in der Ausstellung „Kukma – die 2.“ abstrakte Keramikarbeiten. In den Händen hält sie das Werk „Die Kriegerin“.

Ingrid Dickschat-Lorenz präsentiert in der Ausstellung „Kukma – die 2.“ abstrakte Keramikarbeiten. In den Händen hält sie das Werk „Die Kriegerin“.

Foto: oo

Bei der Ausstellung „Kukma – die 2.“ präsentieren acht Künstler vornehmlich abstrakte Werke im Skulpturen-Garten von Alfons Theising.

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Rheinberg-Budberg. Die Ausstellung „Kukma – die 2.“, die der Künstler Alfons Thesing initiiert hat und die am Wochenende ihren Auftakt hatte, geht am Samstag, 18., und Sonntag, 19. Mai, weiter. In Thesings 1600 Quadratmeter großen Skulpturen-Garten stehen zahlreiche Plastiken aus Holz, Keramik und Metall, die er und zwei weitere Künstler präsentieren.

Graffiti auf Bildern

„Ich habe im Rahmen der Ausstellung acht Künstler eingeladen“, erzählte der Rheinberger. Unter anderem präsentiere der spanische Graffiti-Künstler Jabier Landa Blanco seine Graffiti auf Bildern, aber auch auf einem Bauwagen. Darauf sind mehrere Hähne gesprüht. „Das habe ich mir gewünscht, weil hier auch Hühner frei rumlaufen. Das passt“, so Thesing. Blanco ist in Rheinberg bereits gut bekannt, war er unter anderem bei der Verschönerung des Zuffs mit Graffiti dabei. Zudem ist er fester Bestandteil im MAP-Programm.

Neben den großen Holz-Skulpturen von Thesing sind auch Werke von Ingrid Dickschat-Lorenz sowie Klaus Küppers im Garten zu sehen. Dickschat-Lorenz aus Rhede ist seit 32 Jahren freischaffende Künstlerin. „Alfons hat mich bei der ,Art of Eden’ gefragt, ob ich teilnehmen will“, sagte die Künstlerin und fügte hinzu: „Ich bin begeistert, die Atmosphäre hier ist toll.“ Ihre Aufbaukeramik füge sich gut in die Gartenlandschaft ein. „Die Aufbaukeramik ist schon Tausende von Jahren alt“, erklärte Dickschat-Lorenz. Wurden die Keramiken, die Schicht für Schicht aufeinander aufgebaut sind, ursprünglich als Gebrauchsgegenstände genutzt, verleiht die Rhederin ihnen eine künstlerische Signatur. Die gebrannten Werke hat sie kunstvoll bemalt. Ihre Skulpturen sind abstrakt, geometrische Formen stellen etwa beim Werk „Die Geschichtenerzähler“ eine Vielzahl an Gesichtern dar.

Ebenso abstrakt wie die Keramikarbeiten sind die Metall-Skulpturen von Klaus Küppers. „Ich verarbeite Metalle, die unter anderem Abfallprodukte sind“, erzählte der Rheinberger. In vielen Einzelschritten entstünden die Kunstwerke. So auch Küppers’ „Feuervogel“, bei dem er erst die Flügel anfertigte, dann den Körper und all die anderen Teile kreierte. Das Metall forme er entsprechend um. „Dafür muss das Metall glühend heiß sein“, erklärte Küppers. Seine Figuren sind schnell erkennbar, lassen dem Betrachter aber auch Raum für die Fantasie.

Jüngste Teilnehmerin im Feld mit abstrakten Buntstiftmalereien ist Thesings zehnjährige Enkelin Alina Pupovic, die zum zweiten Mal bei der Ausstellung mitwirkt.

Aber nicht nur Kunst zum Anfassen und Betrachten ist im Skulpturen-Garten zu finden. Thomas Giese erfreute die Gäste zur Vernissage mit Geschichten und Gedichten. Komplettiert wurde das Kunstpaket mit Musik des Gitarristen Frank Preuß sowie der Cellistin Friederike Linken und des Akkordeonspielers Martin Küpperbusch Preuß. Die musikalische Bandbreite reichte dabei von Klassik bis zur schottischen Folklore.

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