Einweihung

Alpener Feuerwehr bezieht neues Gerätehaus

Ludger Funke, Andre Enge (beide Gemeinde), Martin Kleinheyer und Bettina Kempen (beide Architekturbüro), Michael Hartjes (Gemeindebrandinspektor) und Bürgermeister Thomas Ahls (von links) freuen sich über die Gerätehaus-Torte.

Ludger Funke, Andre Enge (beide Gemeinde), Martin Kleinheyer und Bettina Kempen (beide Architekturbüro), Michael Hartjes (Gemeindebrandinspektor) und Bürgermeister Thomas Ahls (von links) freuen sich über die Gerätehaus-Torte.

Foto: Jasmin Ohneszeit

Alpen.   Nach einer actionreichen Schlüsselübergabe, konnte die Feuerwehr am Wochenende ihr neues Domizil beziehen. Offizieller Empfang mit vielen Gästen.

Es waren einige Hürden, die genommen werden mussten, bis das Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Alpen endlich bezugsbereit war. Firmen konnten nicht rechtzeitig anfangen, weil gewisse Arbeiten nicht abgeschlossen waren, die Bauzeit verschob sich um ein halbes Jahr nach hinten und die Kosten waren höher, als kalkuliert. Da war es eigentlich klar, dass der Schlüssel dann auch nicht einfach so an die Kameraden übergeben werden konnte – er musste ebenfalls eine Hürde überwinden. Eine ganz schön hohe sogar.

In einer spektakulären Inszenierung machte sich der Schlüssel am Samstag aus über 20 Metern Höhe auf den Weg zu den neuen Besitzern des Feuerwehrgerätehauses an der Von-Dornik-Straße in Alpen. Marcel Neilson, Höhenretter der Düsseldorfer Feuerwehr, seilte sich dafür zunächst kopfüber von der Drehleiter ab, um dann vom rund 15 Meter hohen Übungsturm aus per Seilbahn den Schlüssel an Architektin Bettina Kempen zu übergeben.

Nach 24 Monaten Bauzeit konnten die Wehrleute am Wochenende ihr neues Domizil beziehen. Und das wurde natürlich groß gefeiert. Symbolisch zogen die Kameraden der Feuerwehr Alpen und der Jugendfeuerwehr am Freitagabend zum neuen Gerätehaus. Am Samstag stand dann die feierliche Einweihung auf dem Programm. Mitglieder der Feuerwehr, Vertreter der Politik, der ausführenden Bauunternehmen und der Bezirksregierung kamen zur Eröffnung. „Die letzte Anspannung fällt nun ab. Die Handwerker sind auf die Minute fertig geworden“, sagte Pressesprecher Marc Vinschen zufrieden.

Eine wichtige Investition

Statt den geplanten fünf Millionen, kostete der Bau im Endeffekt sechs Millionen Euro. Für Bürgermeister Thomas Ahls eine wichtige Investition. „Dieses ehrenamtliche Engagement ist einfach nicht bezahlbar. Hinzu kommt, dass das alte Gerätehaus wirklich nicht mehr zeitgemäß war.“ Einsatztechnisch liege das neue Geräthaus dazu noch günstiger in der Nähe der Gewerbetreibenden. Dort arbeitende Feuerwehrleute wären also noch schneller an der Wache, wenn sie zu einem Einsatz gerufen werden.

Gemeindebrandinspektor Michael Hartjes, der bekanntermaßen kein Mann der großen Worte ist, dankte seinen Kameraden, der Politik und dem Architekturbüro Kempen und Kleinheyer. „Ich erinnere mich, wie wir 13 Entwürfe auf dem Tisch hatten, dann Bettina Kempens Version in unsere Hände kam und die zehn Entwürfe, die wir vorher angeschaut hatten, völlig vergessen waren“, sagte er. Ihr außergewöhnlicher Bau habe sofort überzeugt. Kempens Plan ging also auf. Der Architektin sei es wichtig gewesen, die Wertschätzung für die Feuerwehr auch im Bau widerzuspiegeln und die simple Industriehalle, die das Gerätehaus im eigentlichen Sinne ist, zu etwas Besonderem zu machen. Das ist ihr gelungen: Einladend wirken die neuen Räume. Sie sind hell und haben definitiv nicht mehr den Charme einer einfachen Halle.

Gerätehaus als 3D-Torte

Das Architekturbüro hatte für die Feuerwehr dann noch ein Geschenk vorbereitet: Das Gerätehaus gab es en miniature als dreidimensionale Torte in Schoko- und Vanillegeschmack. Musikalisch untermalt wurde die Einweihung von den Beiträgen des Spielmannszuges der Rheinberger Feuerwehr und des Kinder- und Jugendchors Menzelen. Der hatte sich etwas ganz Individuelles ausgedacht, den Song „Feuerwerk“ von Wincent Weiss in „Feuerwehr“ umgedichtet und in den Strophen wie im Refrain den Wehrleuten für ihren unermüdlichen Einsatz gedankt.

Gestern konnte sich dann auch die Bevölkerung ein Bild vom neuen Gerätehaus machen. Die Feuerwehr lud zum Tag der offenen Tore mit jeder Menge Programm. Sie zeigte verschiedene Show-Übungen, eine Löschübung der Jugendfeuerwehr und eine technische Hilfeleistung der Freiwilligen Feuerwehr Alpen.

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