Day of Song

Zur Extraschicht mit "Steigerlied" und "Götterfunken"

Zur Probe natürlich ein „Glück Auf“: Den Chor der Kulturhauptstädter stellen (v.li.) Volker Buchloh, Sonja Kochem, Sebastian Eck, Sana Sarrazin, Ingrid Trocka-Hülsken, Klaus-Dieter Broß, Rita Angenendt und Sabine Bergforth.

Zur Probe natürlich ein „Glück Auf“: Den Chor der Kulturhauptstädter stellen (v.li.) Volker Buchloh, Sonja Kochem, Sebastian Eck, Sana Sarrazin, Ingrid Trocka-Hülsken, Klaus-Dieter Broß, Rita Angenendt und Sabine Bergforth.

Foto: Jörg Schimmel

Oberhausen.  Der "Sing – Day of Song" steigt am 30. Juni an elf Aufführungs-Orten im Ruhrgebiet. Am selben Tag findet auch die beliebte Extraschicht statt.

Wo bis 1981 die Walzen und Hammer schepperten, werden am 30. Juni ganz andere Klänge zu hören sein: Zum vierten Mal wird in der Zinkfabrik Altenberg der „Sing – Day of Song“ ausgetragen. Zu diesem Anlass finden sich Chöre und Gesangsgruppen zusammen, um an insgesamt elf Schauplätzen im Ruhrgebiet gemeinsam zu singen.

Die Idee zu diesem Ereignis stammt aus Oberhausen: Schon 2001 hatte Volker Buchloh vom städtischen Kulturbüro die ersten Gedanken zum gemeinsamen „12.10 Uhr-Singen“. Nach dem 12 Uhr-Glockenschlag soll dann das Ruhrgebiet zu einem großen, überregionalen Chor zusammenwachsen. Die Idee stammt basiert auf einer ganz simplen Formel: „Singen vermittelt ein Gemeinschaftsgefühl“, so der Leiter der städtischen Musikschule.

Blick fürs Lokalkolorit

Die Schauplätze sind dabei mit Bedacht und Blick fürs Lokalkolorit gewählt: Die Zeche Carl etwa in Essen, die Kokerei Hansa in Dortmund oder eben die Zinkfabrik Altenberg des heutigen LVR-Industriemuseums, Hansastraße 20. Parallel wird auch in Altenheimen, Kindergärten und bei Schulfesten gesungen. Die Mitsingenden sollen die Atmosphäre einer Region im Aufbruch erleben und gemeinsam singend feiern.

Da darf natürlich das „Steigerlied“ nicht fehlen, aber auch Klassiker von Beethovens und Schillers „Freude schöne Götterfunken“ bis zu „Über sieben Brücken“ – und dem Kanon „Bruder Jakob“ für den Nachwuchs, betont Sebastian Eck von der Ruhr Tourismus GmbH (RTG). „Zur Metropole Ruhr gehören seit jeher auch die Vielfalt und der kulturelle Austausch“, so Sana Sarrazin von der RTG, zuständig für den „Day of Song“. So wurde auch das hebräische Traditional „Hine ma tov“ aus Israel in den Kanon mit aufgenommen – als „Mutmacherlied“.

Alle Noten und Texte zu den Liedern stehen auf den Internetseiten des „Day of Song“ kostenlos zum Download bereit. Von Anfang an dabei war der Frauenchor Cantabile Buschhausen 1994. „Seit dem ‘Day of Song’ in der Arena auf Schalke sind meine Mädels begeistert dabei“, schwärmt die Vorsitzende Rita Angenendt. Auch 2018 wird der Chor wieder mit rund 50 Sängerinnen von der Partie sein.

Abschluss in der Jahrhunderthalle

Dem können sich alle interessierten Chöre und Klassen, Gruppen, Vereine und Kindergärten anschließen – Zuhörer und spontan Mitsingende sind natürlich gern gesehene Gäste. Zum großen Abschluss geht es abends in die Jahrhunderthalle nach Bochum: Dort folgt die Abschlussveranstaltung zusammen mit den Bochumer Symphonikern im Rahmen der „Extraschicht“.

>>> VERGÜNSTIGTE KARTEN FÜR DIE EXTRASCHICHT

Die Teilnahme am „Sing – Day of Song“ ist für alle Beteiligten kostenlos. Die Ruhrtouristik bittet jedoch um vorherige Anmeldung über die Webseite dayofsong.de.

Wer die „Extraschicht“, die lange Nacht der Industriekultur, am gleichen Tag, 30. Juni, besuchen möchte und dies bei der Anmeldung angibt, erhält vergünstigte Eintrittskarten.

Weitere Infos gibt’s per E-Mal an info@dayofsong.de sowie unter 0180 - 18 16 20 (0,20€ a.d.dt. Festnetz, Mobilfunkpreise max. 0,60/Anruf).