Steuerschaden

Zollfahnder stellen vier Tonnen Wasserpfeifentabak sicher

Die Lagerräume des verdächtigen Oberhauseners.  

Foto: Hauptzollamt Essen

Die Lagerräume des verdächtigen Oberhauseners.  

Oberhausen/Essen/Duisburg/Köln.   Vier Tonnen illegalen Wasserpfeifentabak sollen ein Oberhausener und ein Kölner gebunkert haben. Der Steuerschaden ist beträchtlich.

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Essener Zollfahnder haben bei Durchsuchungen von Objekten in Duisburg, Oberhausen und Köln insgesamt fast vier Tonnen illegalen Wasserpfeifentabak sichergestellt. Ein Hauptverdächtiger ist ein 47-Jähriger, der in Oberhausen eine Wohnung und eine Shisha-Bar hat. Er soll den Tabak zusammen mit einem 38-Jährigen Kölner geschmuggelt haben. Die beiden Männer waren im vergangenen November bereits mit zwei Tonnen illegalem Wasserpfeifentabak festgenommen worden. Daraufhin durchkämmten die Fahnder ein Lager des Oberhauseners, wo sie auf weitere 3,6 Tonnen unversteuerten und unverzollten Wasserpfeifentabak stießen.

Bei einer weiteren Aktion Mitte Februar wurden erneut rund 340 Kilogramm Wasserpfeifentabak sowie Basisstoffe wie Tabak, Glyzerin und Aromen sicher gestellt. Bei dem 47-Jährigen wurden zudem 14.000 Euro Bargeld gefunden und gepfändet. Der Gesamtsteuerschaden beträgt rund 170.000 Euro Zoll, Tabaksteuer und Einfuhrumsatzsteuer.

Tabakblätter, Aromastoffe und Equipment gefunden

In dem von dem 38-jährigen Verdächtigen in Köln bewohnten Zimmer in der Wohnung seiner Eltern wurden zudem teilweise schon zerkleinerte, Tabakblätter, Aromastoffe und Equipment gefunden, die auf eine geplante Eigenproduktion von Wasserpfeifentabak deuten. Das Material hätte laut Zoll zur Herstellung von rund zwei Tonnen Wasserpfeifentabak mit einem Straßenverkaufspreis von mindestens 70.000 Euro ausgereicht.

Die Produktion habe sich aber noch im Anfangs- beziehungsweise Versuchsstadium befunden, so die Pressesprecherin des Zollfahndungsamtes Essen, Heike Sennewald, „so dass durch den rechtzeitigen Zugriff kein selbst produzierter und damit wahrscheinlich auch erheblich gesundheitsschädlicher Wasserpfeifentabak in den Verkehr gelangt ist.“ Die beiden Verdächtigen sind auf freiem Fuß.

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