Verkehr

Zehntausende Pendler in Oberhausen unterwegs

Staus sind für Pendler ein beinahe alltägliches Problem.

Staus sind für Pendler ein beinahe alltägliches Problem.

Foto: WAZ FotoPool

Oberhausen.   Fast 50.000 Oberhausener müssen für ihren Weg zur Arbeit die Stadtgrenze überqueren. Weniger Berufstätige zieht es dagegen aus anderen Städten hierhin. Gegenüber allen umliegenden Städten weist Oberhausen insgesamt gesehen ein Pendler-Defizit auf.

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Stau auf der Autobahn und volle, bis auf den letzten Platz besetzte Züge: Zu den Stoßzeiten in den Morgen- und Abendstunden brauchen Erwerbstätige, die entweder aus Oberhausen herausfahren oder umgekehrt hierhin nach Hause fahren wollen, oft sehr viel Geduld – und das auch schon ohne Bahnstreik: Denn Tag für Tag pendeln fast 50.000 Oberhausener in eine andere Stadt an ihren Arbeitsplatz, knapp 44.000 Menschen sind es, die dagegen nach Oberhausen kommen, um ihrer Arbeit nachzugehen. Diese Ergebnisse liefert die „Pendlerrechnung 2013“, die das statistische Landesamt (IT.NRW) jetzt vorgelegt hat.

Demnach arbeitet mehr als jeder zweite Oberhausener Erwerbstätige nicht in dieser Stadt – 49.843 von 96.694 Personen müssen für ihren Job über die Stadtgrenzen hinweg pendeln, das sind 51,5 Prozent. Damit liegt Oberhausen etwas über dem Landesdurchschnitt – in NRW insgesamt verlassen 48,9 Prozent für die Arbeit ihren Wohnort.

Viele Oberhausener arbeiten in den Nachbarstädten

Das Ziel von rund 9900 Oberhausenern ist dabei die Nachbarstadt Duisburg. Auch nach Essen (8172 Auspendler) und Mülheim (7064 Auspendler) sind jeden Tag Tausende Erwerbstätige unterwegs. Als weitere Ziele macht das statistische Landesamt Düsseldorf (4785 Auspendler), Bottrop (2735 Auspendler und Gelsenkirchen (1478 Auspendler) aus. Doch auch weitere Entfernungen nehmen manche Oberhausener für ihre Arbeit in Kauf. In Dortmund sind so etwa 1013 Mitbürger tätig, auf den Weg in die Millionenstadt Köln machen sich täglich 658 Oberhausen. Hin- und Rückfahrt zusammengerechnet sind die Pendler in die Domstadt damit knapp 120 Kilometer unterwegs – jeden Tag.

Doch auch Oberhausen zieht Arbeitnehmer, Selbstständige und weitere Erwerbstätige aus anderen Städten an. Mit 7714 Berufspendlern, die ihrer Arbeit in Oberhausen nachgehen, liegt Duisburg auch in dieser Tabelle auf dem ersten Platz. Auf den weiteren Rängen folgen Essen (5273 Einpendler), Mülheim (4182 Einpendler) und Bottrop (3629 Einpendler). Auch aus Dortmund (886 Einpendler) und Düsseldorf (826 Einpendler) machen sich Berufstätige auf den Weg nach Oberhausen.

Gegenüber allen umliegenden Städten weist Oberhausen insgesamt gesehen ein Pendler-Defizit auf – deutlich mehr Oberhausener arbeiten in den Nachbarstädten, als dass umgekehrt Erwerbstätige ihrem Job in dieser Stadt nachgehen. Nur gegenüber Städten wie Dorsten, Wesel oder Herne ist die Bilanz positiv – wenn auch nur knapp.

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