Arbeitsmarkt

Zahl der Arbeitslosen in Oberhausen steigt dramatisch stark

Der Großteil der Arbeitslosen in Oberhausen bezieht Leistungen des Jobcenters.

Der Großteil der Arbeitslosen in Oberhausen bezieht Leistungen des Jobcenters.

Foto: Jens Kalaene / dpa

Oberhausen.  Fast 13.000 Oberhausener waren im Juli 2020 ohne Arbeit. Die Zahlen steigen deutlich. Besonders betroffen sind junge Menschen unter 25 Jahren.

Oberhausen bekommt die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise immer deutlicher zu spüren: Die Zahl der Arbeitslosen steigt und steigt und steigt. Fast 13.000 Menschen sind derzeit betroffen, das sind über 16 Prozent mehr als noch vor einem Jahr.

Die Zahl der Arbeitslosen ist auch im Vergleich zum Vormonat Juni noch einmal gestiegen, um 2,6 Prozent. Die Arbeitslosenquote beträgt somit im Juli 2020 11,6 Prozent. Zum Vergleich: Vor der Corona-Pandemie lag sie noch klar unterhalb der Zehn-Prozent-Marke.

Für die Arbeitsagentur kommt der Anstieg nicht unerwartet. Grund sei aber nicht nur die anhaltende Corona-Krise, sagt Geschäftsführerin Christiane Artz, sondern auch eine saisontypische Entwicklung. Gerade bei den jungen Arbeitslosen unter 25 Jahren spiele das Ende der Schul- oder Ausbildungszeit eine große Rolle. „Junge Fachkräfte, die von dem Ausbildungsbetrieb noch nicht oder gar nicht übernommen wurden oder nach einer schulischen Ausbildung nun einen Arbeitgeber suchen, melden sich bei uns arbeitslos.“

Betriebe stellen weniger Arbeitskräfte ein

Dennoch ist die Jugendarbeitslosigkeit auch im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen – um satte 15 Prozent. „Das ist eine Auswirkung der Pandemie“, erklärt Artz. Gängige Einstiegswege in den Beruf für junge Menschen sind in den vergangenen Monaten weggefallen, wie etwa Möglichkeiten einer befristeten Anstellung.

Ein Plus verzeichnet die Arbeitsagentur bei Menschen, die sich aus einer Beschäftigung heraus arbeitslos melden. Und: Für Arbeitslose ist es derzeit besonders schwierig, einen neuen Job zu finden: Betriebe sind seit März 2020 bei Neueinstellungen viel zurückhaltender als vor der Krise.

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