Energie-Streit

Windrad-Gegner in Oberhausen hoffen auf Landgericht-Urteil

Am Ruhrbogen auf der Mülheimer Seite haben im November 2017 die Bauarbeiten für das umstrittene Windrad begonnen.

Am Ruhrbogen auf der Mülheimer Seite haben im November 2017 die Bauarbeiten für das umstrittene Windrad begonnen.

Foto: Herbert Höltgen

Oberhausen.   Das Ergebnis der Verhandlung am 1. März könnte in die Karten der Windrad-Kritiker spielen. Lärm spielt bei der neuen Bewertung eine große Rolle.

„Es bleibt spannend!“, beurteilt Sandra Jungmaier (SPD) die Entwicklung rund um das Windrad in der Ruhraue. Während die Betreiber aus Mülheim die Bauarbeiten in Angriff genommen haben, erwartet die Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Oberhausen-West den Fortgang des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht Düsseldorf. Dort ist für Donnerstag, 1. März, ein Termin angesetzt, der richtungweisend sein dürfte.

Nach Ansicht der Windrad-Gegner ist die Genehmigung zum Bau fehlerhaft erteilt worden, wodurch ein neues Genehmigungsverfahren in Gang käme. Es geht dabei um die Bestimmungen der „Technischen Anleitung Lärm“ (TAL), die sich auf die vom Windrad ausgehenden Geräuschemissionen bezieht.

„Das“, sagt Jungmaier, „richtet sich danach, ob das Gericht das herkömmliche Berechnungsverfahren anerkennt. Oder ob es – wie von uns gefordert – das von der Bund-Länder-Arbeitsgemeinschaft für Immissionsschutz empfohlene Verfahren als vorzugswürdig einschätzt.“

10 000 Euro als Spenden gesammelt

Teile das Gericht diese Auffassung, könnte sich die erteilte Genehmigung als fehlerhaft erweisen. Das wiederum würde die Notwendigkeit eines neuen Verfahrens nach sich ziehen. Bei einer neuen Bewertung bliebe zudem abzuwarten, ob sich der Erlass der Landes-Koalition hinsichtlich der Abstände von Windrädern zu Wohnbebauungen auswirkt; er stützt die Ansicht der Gegner des Windrades.

Über eine Spendenaktion der Bürgerinitiative gegen das Windrad in den Ruhrauen wurden fast 10 000 Euro gesammelt. Damit wird die Klägerin gegen das Projekt unterstützt – rund 5000 Euro sind mittlerweile in Anwaltsrechnungen gegangen.

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