Freibad-Test

Unser Test: Wer hat Spaß im neuen Freibad Vonderort?

Das Freibad Vonderort in Oberhausen ist nach langen Umbauarbeiten wieder für Besucher geöffnet. Wir haben das sanierte Bad getestet.

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Oberhausen/Bottrop.  Zwei Jugendliche testen für zwei Stunden das für 2,5 Millionen Euro renovierte Oberhausener Freibad im Revierpark Vonderort. Hier ihr Ergebnis.

Neue Rutsche, neues Becken, neues Plansch-Areal für kleine Kinder und ein saniertes großes Bad mit starken Wellen – nach einjähriger Bauzeit hat das Freibad im Revierpark Vonderort geöffnet. Guter Anlass, das Freibad mal einem Praxistest zu unterziehen – Lukas Völker (19) und Moritz Howe (18) haben die Anlage ein paar Stunden unter die Lupe genommen und bewertet.

12.55 Uhr: Auf der Anzeigetafel unseres Busses erscheint die nächste Haltestelle: Revierpark Vonderort - unser Ziel. Da sowohl Lukas als auch ich mittelmäßig enthusiastische Schwimmer sind und aus dem Bismarckviertel stammen, ist dies erstaunlicherweise unser Premierenbesuch im Freibad Vonderort. Dementsprechend verlaufen wir uns zunächst in die Wellness-Abteilung des Solbads. Die freundliche Kassiererin erkennt direkt, dass wir uns gleich zu Beginn ein wenig verirrt haben, und weist uns den Weg zum Freibadeingang 50 Meter weiter vorne.


13.05 Uhr: Am Kassenhäuschen angelangt studieren wir zunächst einmal die Eintrittspreise. Kinder unter einem Meter Körpergröße zahlen einen Euro, Jugendliche bis 17 Jahre 3,50 Euro und Erwachsene 5 Euro. Das ist um einen Euro teurer als bisher.


13.07 Uhr: Die Umkleidekabinen befinden sich unweit des Eingangs auf der rechten Seite. Es gibt eine große Sammelumkleide für Familien – auch bei den Einzelkabinen gibt es keine Geschlechtertrennung. In den separaten Umkleidekabinen kann man sich auf eine Bank setzen – ein Kleiderhaken hängt an der Wand.


13.10 Uhr: In Windeseile schlüpfen wir in unsere Badeklamotten, wollen den Badespaß erleben. Als ich die Tür der Kabine öffne, halte ich den Türknauf in der Hand – dabei habe ich nicht besonders kräftig gezogen. Die Türinstallation scheint mir noch nicht besonders ausgereift zu sein. Vielleicht zu viel Hektik vor der Eröffnung?


13.15 Uhr: Für unsere Wertsachen und für unsere Kleidung suchen wir nach abschließbaren Spinden – vergeblich. Deshalb tragen wir unser Gepäck zu unserem Basislager auf der großen Picknickwiese. Auf dem recht hochgewachsenen, gut gepflegten Grün ohne Disteln oder anderes stacheliges Unkraut machen wir es uns auf unseren Handtüchern bequem. Erst später bemerken wir, dass sich auf der Rückseite der Caféteria kleine verschließbare Schränkchen befinden – allerdings nur für Wertgegenstände. Unsere Straßenkleidung kann man leider nirgendwo wegschließen.


13.30 Uhr: Die Sonne scheint kräftig und brennt auf der Haut. Jetzt reicht’s, wir wollen uns endlich im glitzernden Wasser abkühlen. Langsam waten wir in das seichte Nichtschwimmerbecken – wirklich erfrischend. An heißen Tagen wie heute ist der plötzliche Temperatursturz für den Körper eine willkommene Abwechslung. Bei einer etwas ungünstigeren Wetterlage sollte man sich jedoch stetig bewegen, um nicht frieren zu müssen.


13.45 Uhr: Immer wieder stürzen sich Kinder tollkühn auf dem Bauch die Rutsche hinab. Zwar ist diese so farbenfrohe Rutsche nicht unbedingt spektakulär lang und steil – nicht ohne Grund ist sie nach dem Infoschild an der Treppe in die niedrigste Gefahrenstufe einsortiert. Es macht trotzdem viel Spaß, sich in verschiedenen Posen ins Wasserbecken zu stürzen. Bademeisterin Mona Kullmann rät dringend: „Gerade bei kleinen Kindern sollten die Eltern an der Rutsche genau aufpassen, weil sich viele hier besonders intensiv austoben. Das ist nicht ungefährlich.“


14 Uhr: Plötzlich rennen auf einen Schlag alle eben noch so rutschwütigen Kinder in Richtung Wellenbecken. Einmal stündlich starten die Freibad-Betreiber den Wellengang – für etwa zehn Minuten. Sind mehr Besucher im Freibad, gibt es häufiger Wellen. Auch wir unterbrechen unsere Rutscheinlagen und lassen uns von den Wellen schaukeln.

Das Wellenbecken ist in einen Schwimmer- und Nichtschwimmerbereich unterteilt. Im tieferen Schwimmergebiet sind die Wellen um einiges heftiger und fordern die Badegäste mehr. Mona Kullmann hält auch hier zur Vorsicht an: „Für Nichtschwimmer besteht eine Schwimmflügel-Pflicht.“ Sobald die Wellen starten, schauen aber auch die Bademeister besonders intensiv hin.


14.20 Uhr: Ein wenig erschöpft, möchten wir uns nun im kürzlich errichteten Catering-Bereich stärken. Einige wenige Tische unter einem Dach bieten Schutz, wenn es mal regnet oder die Sonne zu stark scheint. Eine Pommes kostet 2,50 Euro, eine Wurst 3,50 Euro – Eis gibt es natürlich auch. Neben der Caféteria befindet sich der neue sogenannte „Splash-Park“ für die kleinsten Badegäste, um fröhlich Wasser zwischen Fontänen durch die Gegend zu spritzen.


14.45 Uhr: Nach einer kleinen Verschnaufpause im Liegen wagen wir einen zweiten Badegang, bevor wir uns entscheiden, langsam wieder gen Heimat aufzubrechen.


15.05 Uhr: Schon bei der Ankunft wurden wir von einem Besucher darauf hingewiesen, dass aus den Duschen kein warmes Wasser läuft. Der Freibadtechniker sei informiert worden. Allerdings war das Duschwasser auch zwei Stunden später kalt. Zudem fließt das Wasser nicht ausreichend ab – und es fehlen hier noch ein paar Spiegel…

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