Straßenverkehr

Weiter Stau für Rechtsabbieger auf der Danziger Straße

Noch immer gibt es den langen Rückstau für Rechtsabbieger von der Danziger Straße in die nördliche Mülheimer Straße.

Noch immer gibt es den langen Rückstau für Rechtsabbieger von der Danziger Straße in die nördliche Mülheimer Straße.

Foto: Kerstin Bögeholz

Oberhausen.  Stadt will das Einfädeln nach Norden auf die Mülheimer Straße strikt trennen. Solange das nicht der Fall ist, bleibt die Ampelsteuerung geändert.

Seit über zwei Monaten ist das Rechtsabbiegen von der Danziger Straße nach Norden in die Mülheimer Straße für Autofahrer ein Geduldsspiel. Mehrere hundert Meter lang ist in der Hauptverkehrszeit der Rückstau auf der Danziger Straße (wir berichteten). Dabei wird es auch noch einige Wochen bleiben. Denn neue Fahrbahnschwellen dafür sind noch nicht geliefert und die zugehörigen Fahrbahnmarkierungen auch noch nicht aufgebracht.

Das ergab jetzt ein Sachstandsbericht der Stadtverwaltung in der Bezirksvertretung Alt-Oberhausen. Die SPD hatte darum gebeten.

„Wir haben dort immer noch den langen Rückstau auf der Danziger Straße“, beklagte Christiane Gerster-Schmidt (SPD). Ricarda Mauksch von der Stadtverwaltung bestätigte es. „Ja, es gibt viele Beschwerden“, sagte sie.

Für Markierung zu kalt und zu nass

Aber die neuen Fahrbahnschwellen auf den beiden nördlichen Geradeausspuren der Danziger Straße stünden noch nicht zur Verfügung. Und für das Aufbringen der zugehörigen Markierungen auf der Fahrbahn sei die Witterung bislang zu schlecht gewesen. Die Bezirksvertreter nahmen es kopfschüttelnd zur Kenntnis. Marc Hoff (FDP) riet, in Zukunft wenigstens besonders robuste Schwellen einzubauen, damit nicht nach kurzer Zeit wieder repariert werden muss. Denn diese Reparatur ist der Grund dafür, dass die Ampelsteuerung Ende Februar geändert wurde.

Seitdem haben zwar Fußgänger an der neue Fußgängerampel über die Rechtsabbiegespur von der Danziger Straße in Richtung Sterkrade fast eine Minute grünes Licht, die Autofahrer aber maximal 18 Sekunden.

Dabei ist die Kreuzung schon seit November 2018 umgestaltet. Damit zog die Stadtverwaltung eine Konsequenz aus den hohen Unfallzahlen dort. Mindestens einmal pro Woche krachte es auf der Kreuzung. Meist waren es Auffahrunfälle auf der Rechtsabbiegerspur nach Norden, häufig aber auch Kollisionen mit Linksabbiegern, die, aus Richtung Stadtmitte kommend, von der Danziger Straße ebenfalls nach Norden abbiegen wollten.

Durch Schweller voneinander getrennt

Deshalb sollten die beiden Geradeausspuren, in die beide sich einfädeln müssen, durch die Schweller als Barrieren voneinander getrennt werden. Und damit Fußgänger angesichts der Auffahrunfälle nicht auch in Mitleidenschaft gezogen werden, sollte die neue Fußgängerampel ihnen ein sicheres Überqueren der Rechtsabbiegespur ermöglichen.

„Die Fahrbahnschwellen waren bereits im Februar kaputt gefahren“, sagte Mauksch in der Sitzung. Ohne sie aber mussten die beiden Grünphasen zeitlich voneinander getrennt werden. Daher die kurze Grünphase für die Rechtsabbieger in Richtung Norden. In ein paar Wochen soll das störende Provisorium ein Ende haben.

>>> Paket für mehr Sicherheit auf der großen Kreuzung

Zu dem im Sommer 2018 vorgestellten Paket für mehr Verkehrssicherheit auf der großen Kreuzung gehörte noch ein Wendeverbot auf der Mülheimer Straße von Süden nach Norden.

Um den Rückstau auf der Danziger Straße zu verkürzen, sollte die Rechtsabbiegespur bis zur dortigen Busbucht verlängert werden.

In Gegenrichtung sollte es statt kombinierter Rechtsabbiege- und Geradeausspur eine reine Rechtsabbiegespur geben.

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