Schlaglöcher

WBO-Mitarbeiter flicken die Straßen mit Kaltasphalt

Nach dem Winter haben die WBO-Mitarbeiter genug zu tun, um Schlaglöcher zu reparieren – hier sind sie auf der Spechtstraße im Einsatz.

Nach dem Winter haben die WBO-Mitarbeiter genug zu tun, um Schlaglöcher zu reparieren – hier sind sie auf der Spechtstraße im Einsatz.

Foto: Kerstin Bögeholz

Oberhausen.   Sebastian Kiezik und Dominic Mrak von der WBO reparieren Schlaglöcher. Geflickte Stellen können Jahre, aber auch nur wenige Tage halten.

Dauerregen, Windböen, sieben Grad Außentemperatur. „Super Wetter“ ruft Sebastian Kiezik sarkastisch. „Aber das gehört zum Job.“ Der Straßenbauer ist alle möglichen Witterungen gewohnt. Gleich darauf geht er seiner Arbeit nach: Er greift sich einen Eimer, in dem sich Kaltasphalt befindet, und kippt ihn vorsichtig auf die beschädigte Stelle auf der Spechtstraße in Königshardt. Eine Rüttelplatte fährt drüber – und das Schlagloch ist beseitigt. Eine Gefahrenstelle für Auto- und Radfahrer weniger.

Das ging mit zwei Minuten Dauer fix, die Stelle ist kurz darauf schon belastbar. Die Schlaglöcher ringsherum haben sich durch den Regen in viele Pfützen verwandelt. Zusammen mit seinem Kollegen Dominic Mrak kümmern sich die beiden Mitarbeiter der Wirtschaftsbetriebe (WBO) am Donnerstag um die Reparatur von Schlaglöchern. Ihr Wagen mit der nötigen Ausrüstung steht am Straßenrand, um die beschädigten Stellen stehen rote Hütchen.

Acht Kolonnen sind wochentags unterwegs

Aufgrund des Dauerregens arbeiten die Straßenbauer, die schon seit 19 und sogar 28 Jahren in diesem Beruf tätig sind, mit Kaltasphalt. Vier volle Eimer haben sie dabei. „Heißasphalt kann nur bei Trockenheit und wärmeren Temperaturen aufgetragen werden, dazu muss er in einem Wärmebehälter bei über hundert Grad transportiert werden“, erklärt Stefan Leprich, Straßenmeister der WBO und zuständig für die Koordination. Generell würde Heißasphalt länger halten.

Rund 15 bis 20 verschiedene Stellen mit jeweils mehreren Schlaglöchern repariert eine Kolonne mit zwei bis drei Mitarbeitern pro Tag, schätzt Leprich. Acht Kolonnen sind wochentags unterwegs, am Wochenende gibt es einen Bereitschaftsdienst.

„Wenn es dringend ist, reagieren wir sofort“

Aber wie lang hält denn nun die reparierte Stelle? „Das kommt auf die Lage an. Das können Jahre sein, aber auch nur Tage, wenn es noch Frost gibt“, antwortet Leprich. Die meisten Schlaglöcher kommen in der Regel nach dem Winter zum Vorschein. „Das Material funktioniert. Wenn sich Risse bilden oder dort sich Wasser ansammelt, kann es aber schnell wieder beschädigt sein“, sagt WBO-Sprecher Jan Küppers.

„Wir arbeiten die Stellen nach einer Prioritätenliste in unserem System ab“, sagt Stefan Leprich. „Bürger oder unsere Straßenbegeher melden uns die Schlaglöcher, die wir dann abarbeiten.“ Einige Straßen hätten aktuell mehr Pflegebedarf, insgesamt sieht der Straßenmeister aber die 536 Kilometer Straßennetz in einem Zustand, der „okay“ sei: „Die beschädigten Straßen haben wir auf dem Schirm.“

Für die Mitarbeiter Kiezik und Mrak geht es weiter zur Bocholter Straße. „Die Meldung kam erst vorhin rein. Wenn es dringend ist, reagieren wir sofort“, sagt Küppers.

>>>> Info: Kontaktmöglichkeiten bei Beschwerden

Bürger können Straßenschäden direkt bei der WBO unter s 0208 - 8578 321 oder bei der Beschwerdehotline der Stadt unter s 0208 - 825 7777 melden. Per Mail geht’s auch: beschwerde@oberhausen.de

Der ADAC bietet die kostenlose App „Läuft’s?“ an, um Mängel in Straßenverkehr zu melden.

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