Kommentar

Warum die Stadt Lobbyarbeit für ihre Bürger betreiben muss

WAZ-Redakteurin Nadine Gewehr.    

WAZ-Redakteurin Nadine Gewehr.    

Foto: Bögeholz/Wallhorn

oberhausen.   Immer mehr junge Menschen haben keine Wohnung. Die Stadt hat keine Wahl: Sie muss Geld in die Hand nehmen, um ihren Bürgern zu helfen.

Als seien die ständig steigenden Sozialkosten für die Oberhausener Stadtkasse nicht schon Belastung genug, kommt jetzt das Problem der jungen Wohnungslosen hinzu. Denn eins ist klar: Um den Menschen zu helfen, muss die Stadt Geld in die Hand nehmen. Und die Hilfe muss früh ansetzen. Denn Probleme, die so groß sind, dass junge Menschen lieber ohne Wohnung sind als bei der Familie zu bleiben, entstehen nicht über Nacht. Da muss über Jahre vieles schief gelaufen sein. Finanziell wird die Stadt die Aufgabe allein nicht bewältigen können. Deshalb muss sie Lobbyarbeit für ihre Bürger betreiben. Sie muss beharrlich sein, Probleme aufzeigen, bei Bund und Land immer wieder Unterstützung fordern, bei jeder noch so kleinen Gelegenheit. Sie muss Konzepte auf die Beine stellen, konkrete und innovative Ideen auf den Weg bringen, die das Zeug haben, zum Aushängeschild der Kinder- und Jugendförderung zu werden. So erreicht man die breite Öffentlichkeit.

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