Kommentar

Warum die grüne Welle für Radler nur ein kleiner Schritt ist

Foto: Bögeholz/Wallhorn

Die grüne Welle für Radler macht das Fahrradfahren in Oberhausen bequemer und attraktiver. Fahrradfreundlich ist die Stadt aber noch lange nicht.

Wie lästig: Da ist man gerade in Fahrt, schon muss man an der Ampel halten, absteigen und anschließend wieder in Tritt kommen. Die grüne Welle für Radler ist eine prima Sache, weil sie das Radfahren bequemer und attraktiver macht. Doch zu einer fahrradfreundlichen Stadt macht diese Aktion Oberhausen noch lange nicht. Der Prozess ist in Gang gesetzt, aber die Stadt steht vor einem langen Weg. Wir brauchen einen konsequenten politischen Willen, den Radverkehr in unserer Stadt weiter zu stärken. Wir brauchen große Ideen. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Trasse für Rikschas? Für die Hunderttausenden Touristen zum Beispiel, die vom Bahnhof zum Centro wollen, zum Gasometer, zur Ludwiggalerie, zum Olgapark. An vielen Tagen im Jahr sind nicht nur Straßen, sondern auch Busse proppevoll. Wir dürfen auch nicht davor zurückschrecken, Leuten auf die Füße zu treten. Wir wollen weniger Autos auf den Straßen – das ist für viele mit Verzicht verbunden. Doch dieser Verzicht ist dringend nötig.

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