Vorlesetag

Vorleser reisen in Oberhausen einmal um die ganze Welt

Nächster Halt: Lesestadt Oberhausen. Die Unterstützer der Aktion um OB Daniel Schranz  hatten sichtlich Spaß bei der Vorstellung des Mottos.

Foto: Udo Gottschalk

Nächster Halt: Lesestadt Oberhausen. Die Unterstützer der Aktion um OB Daniel Schranz hatten sichtlich Spaß bei der Vorstellung des Mottos. Foto: Udo Gottschalk

Oberhausen.   Vorlesen wird wieder groß geschrieben: Am 17. November ist Oberhausen Lesestadt. Warum es an diesem Tag in der Heimat weit in die Ferne geht.

Vorlesen, selber lesen, laut oder leise, egal in welcher Sprache – der bundesweite Vorlesetag am Freitag, 17. November, soll in Oberhausen internationales Gepräge erhalten. Denn das Motto lautet „Reisen – lesend um die Welt“ und dafür sind bereits in der ganzen Lesestadt Aktionen geplant. Schulen, Kitas, Bibliotheken, Kultur- und Jugendzentren sind mit dabei, weil Alter, Herkunft, Sprache und Religion beim Lesen ohnehin keine Rolle spielen.

„Wir haben in Oberhausen eigentlich das ganze Jahr über viele Lesestunden, überall“, bekräftigt Wilhelm Kurze. „Aber das Event ‘Lesestadt’ krönt unsere bisherige Arbeit.“ Der Vorsitzende der Literarischen Gesellschaft weiß als Buchhändler und Verleger genau, wovon er redet. „Wenn ich mit meinen Kollegen im Umkreis spreche, fällt schon auf, wie gerne die Oberhausener doch lesen – und natürlich auch mehr Bücher kaufen.“

In 80 Tagen um die Welt

An guter Reiseliteratur mangele es sowieso nicht. So verweist Wilhelm Kurze auf die Klassiker um Jonathan Swifts „Gullivers Reisen“ oder Jules Vernes „In 80 Tagen um die Welt.“ Und auch Oberbürgermeister Daniel Schranz liest nach eigener Aussage gerne Bücher aus seinen Urlaubsorten. Zuletzt sei das ein katalanisches Buch gewesen, nach einem Besuch in der Hauptstadt Barcelona.

Deshalb dankt Schranz den Unterstützern der Lesestadt auch für ihren steten Einsatz, „möglichst viele Leute zum Lesen zu bringen“. Die Unterstützer sind, neben der Stadt selbst, die Stadtbibliothek, die Literarische Gesellschaft, das Kommunale Integrationszentrum, Kulturagenten und das Büro für Interkultur. Das sei nun besonders froh über die Mithilfe der Verkehrsbetriebe. „Wir bekommen freundlicherweise einen Bus von der Stoag ausgeliehen, dazu einen Fahrer, der uns durch die Stadt bringt“, sagt Desbina Kallinikidou vom Büro für Interkultur.

Tanz, Musik und Heimatküche

Geplant sei eine Tour zum türkischen, griechischen und italienischen Kulturzentrum. Tanz, Musik, Heimatküche und natürlich mehrsprachige Lesungen werden von den Zentren selbst organisiert. Start ist wahrscheinlich das Bert-Brecht-Haus. Anmelden kann sich jeder, wo, wird noch bekannt gegeben. 50 Leser können sich so im „kleinen“ Oberhausen auf eine „große Reise“ begeben.

Die Lesestadt hat mittlerweile Tradition. Gelesen wurde schon überall: auf dem Dach des Rathauses, im Stadion oder beim Tierarzt. Die Lese-Aktionen sollten dabei immer der „Kommandozentrale“, also der Stadtbibliothek, gemeldet werden. Alle Meldungen von Schülern, Lehrern, Betrieben oder Vereinen laufen hier zusammen.

>> MITMACHEN ERWÜNSCHT

Wer noch mitmachen will, findet ein Formular online unter oberhausen.de. Jede Lesestation wird dann auf der Homepage veröffentlicht. Informationen und Hilfe gibt’s unter 825-2574, Fax: 825-5433, oder per Mail an andrea.hagedorn@oberhausen.de

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