Straßenausbau

Verwirrspiel um die Werdener Straße in Oberhausen

In recht passablem Zustand präsentiert sich dieser Abschnitt der Werdener Straße. Trotzdem soll er völlig neu aufgebaut werden. Rechts zweigt die Kettwiger Straße ab.

In recht passablem Zustand präsentiert sich dieser Abschnitt der Werdener Straße. Trotzdem soll er völlig neu aufgebaut werden. Rechts zweigt die Kettwiger Straße ab.

Foto: Jörg Schimmel

Oberhausen.  Bürgerinformation und Bezirksvertretung brachten völlig gegensätzliche Informationen zutage. Jetzt liefert die Stadt eine Richtigstellung.

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Ganz schön für Verwirrung haben die Stadtverwaltung und ihre Tochter Wirtschaftsbetriebe Oberhausen GmbH (WBO) in der Frage gesorgt, in welchem Umfang die Werdener Straße saniert werden soll, ob mit oder ohne Kanalsanierung. Nach einer Anfrage der Redaktion ist der aktuelle Sachstand jetzt der: Der Kanal hat zwar einen Defekt. Aber der kann ohne offene Baustelle behoben werden. Und eine Änderung beim Sanierungsumfang einzelner Abschnitte der Straße ist auch nicht vorgesehen. Die Stadtverwaltung plant das Projekt und die WBO führen es aus.

Genau gegenteilig waren die Informationen dazu in der Sitzung der Bezirksvertretung Alt-Oberhausen am 5. Dezember. Dort waren die Bezirksvertreter irritiert, weil aus der Sitzungsvorlage sowohl hervorging, dass auch der Kanal saniert werden müsste, als auch, dass es eine Änderung bei den Sanierungsabschnitten geben würde. Die nötige Kanalsanierung wurde in der Sitzung bejaht, der Sanierungsumfang der Straße selbst aber auf Nachfrage von Bezirksvertretern offengehalten.

Kanäle sind 50 bis 60 Jahre alt

Drei Wochen zuvor, bei der Bürgerinformation über die für 2020 vorgesehenen neuen Fahrbahnen für Werdener und Kettwiger Straße, war zum Erstaunen der Bürger erklärt worden, die Kanäle in beiden Straßen seien noch in Ordnung. Sie stammen immerhin aus den 1950er und 60er Jahren. Dafür hielten die Vertreter der Stadtverwaltung aber daran fest, dass die Fahrbahnen unbedingt saniert werden müssten. Sie sollen als Spielstraßen wiederhergestellt werden. Das ermöglicht es der Stadt, einen hohen Anteil der Kosten (65 Prozent) auf die dortigen Grundeigentümer umlegen zu können.

Anwohner hielten der Verwaltung damals entgegen, dass sonst doch stets Kanal- und Straßensanierung miteinander kombiniert würden, um Baukosten zu sparen. Außerdem beklagten sie, die Straße sei in einem Teilabschnitt noch in durchaus passablem Zustand, anders als die Kettwiger Straße, die völlig marode ist. Ferner hieß, durch den jahrelangen Linienverkehr über einen Teilabschnitt seien die Straßenschäden dort entstanden.

Stadtsprecher Frank Helling teilt jetzt mit, es handele sich um einen redaktionellen Fehler, dass in der Sitzungsvorlage vermerkt gewesen sei, der betroffene Straßenabschnitt sei geändert worden. Beim Kanal wiederum sei festgestellt worden, dass er zwar korrodiert sei. Aber das lasse sich von innen, sozusagen mit einem Roboter, sanieren. Deshalb sei diese Information in Zusammenhang mit dem Straßenbauprojekt ebenso falsch.

Im übrigen verweist Helling auf den Ortstermin am 15. Januar 2019, den Bezirksbürgermeisterin Dorothee Radtke abgestimmt hat. Sie will vor Ort und mit den Bürgern und der Fachverwaltung mehr Klarheit in der Angelegenheit schaffen.

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