Schulwegsicherheit

Verkehrswacht Oberhausen: Elterntaxis sind keine Lösung

Am besten gelangen Kinder zu Fuß zur Schule.

Am besten gelangen Kinder zu Fuß zur Schule.

Foto: Frank Rumpenhorst / dpa

Oberhausen.  Die Sommerferien nähern sich dem Ende. Die Schulwegsicherheit rückt in den Blickpunkt.

Auch in diesem Jahr gibt die Verkehrswacht Oberhausen allen 1800 Schulanfängern und deren Eltern Tipps und Hinweise für den sicheren Schulweg. Im letzten Kindergartenjahr der Mädchen und Jungen wurde der Schulweg schon intensiv geübt. „Doch das reicht nicht aus“, unterstreicht Verkehrswacht-Ehrenvorsitzender Dieter Elsenrath-Junghans. Er rät: „In den letzten Wochen der Ferienzeit sollten die Eltern intensiv mit ihren Kindern den Schulweg üben.“

Der kürzeste Schulweg ist nicht immer der sicherste

Begleitend dazu hat die Verkehrswacht viele Hinweise und Tipps zusammengestellt. Den allerwichtigsten Ratschlag dazu gibt es gleich am Anfang – und er lautet: „Schluss mit Eltern-Taxis! Lassen Sie Ihr Kind zu Fuß zur Schule gehen“, appelliert das Team der Verkehrswacht. Bewegung halte fit und sei gesund. „Wenn das Kind frische Luft geschnappt hat, kann es sich zudem besser auf den Unterricht konzentrieren!“ Dabei gelte: Der kürzeste Schulweg ist nicht immer der sicherste.

Gut geeignet für einen sicheren Schulweg sind Straßen mit Gehwegen, Kreuzungen mit Fußgängerampeln oder Zebrastreifen sowie Mittelinseln, die für zusätzliche Sicherheit beim Überqueren der Fahrbahnen sorgen. Auch eine gute Straßenbeleuchtung ist vorteilhaft, wenn schon bald die dunklen Wintermonate kommen. Punkte wie Straßen ohne Gehwege, unübersichtliche Kreuzungen, Einmündungen und Ausfahrten, viele auf Gehwegen parkende Autos und Baustellen sollten auf dem Schulweg dagegen tunlichst vermieden werden.

Jetzt mit dem Training beginnen

Die Verkehrswacht appelliert an alle Eltern: Beginnen Sie jetzt mit dem Training zu den Schulwegzeiten, denn dann sei die Verkehrssituation so wirklichkeitsnah wie möglich. Mindestens fünf bis zehn Mal sei der Schulweg Schritt für Schritt zu üben. Und: „Zeigen Sie Ihrem Kind, wo es die Straße überqueren soll, zum Beispiel an Ampeln, Mittelinseln, Zebrastreifen oder Schülerlotsenstellen.“ Für das Kind sollte der angesprochene Schulweg verbindlich sein. Und es sollte auch nicht der deutliche Hinweis an das Kind fehlen, dass es nie mit einem Fremden mitgehen dürfe.

Dieter Elsenrath-Junghans und seine Mitstreiter aus den Reihen der Verkehrswacht unterstreichen, dass sie von Elterntaxis absolut gar nichts halten: „Eine große Gefahr rund um die Schulen sind solche Elterntaxis!“ Oft würden die Mütter und Väter verbotswidrig vor der jeweiligen Schule parken und dadurch fahrlässig andere Schulkinder in Gefahr bringen oder behindern. Auf dem Auto-Rücksitz könnten die Kinder kein sicheres Verhalten im Straßenverkehr erlernen, warnt die Verkehrswacht, die eine Fahrt mit dem Elterntaxi allenfalls im Falle wirklich weit entfernter Grundschulen für vertretbar hält. Dabei sollten die Eltern ihre Kinder nie direkt vor der Schule absetzen, um ein Verkehrschaos zu vermeiden.

Kontinuierliche Aufklärung hat sich gelohnt

Die kontinuierlichen Bemühungen von Stadtverwaltung, Polizei und Verkehrswacht um einen sicheren Schulweg haben sich unterdessen konkret gelohnt. Das beweisen die jüngsten Unfallzahlen im Grundschulbereich: Im Jahr 2018 gab es in Oberhausen drei Schulwegunfälle (Grundschulen). Eine erfreulich geringe Zahl für eine Großstadt dieser Größenordnung.

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