Soziales

Verein von Uschi Glas versorgt 300 Schüler

Schauspielerin Uschi Glas (72) sitzt zwischen den Schülern Linus und Joel der Wunderschule und erklärt ihnen die Wichtigkeit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung.

Schauspielerin Uschi Glas (72) sitzt zwischen den Schülern Linus und Joel der Wunderschule und erklärt ihnen die Wichtigkeit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung.

Foto: Patrick Schlos

Oberhausen.  Schauspielerin besucht die Oberhausener Wunderschule. Frühstücks- und Pausenbrote verteilt

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Wie wichtig ein ausgewogenes Frühstück für Schulkinder ist, belegen wissenschaftliche Studien. So kommt etwa eine Studie der Vereinten Nationen (UN) zu dem Schluss, Kinder könnten sich nur auf den Unterricht konzentrieren, wenn ihr Magen nicht knurrt.

Fünf Grundschulen profitieren

Leider sieht die Realität an nicht wenigen deutschen Schulen anders aus. Die UN berichtet davon, dass in Deutschland jeder dritte Grundschüler ohne Frühstück morgens in die Schule kommt. In Oberhausen profitieren seit Jahresbeginn neben den Grundschulen Brüder Grimm, Concordia, St. Martin, Falkenstein nun auch die Wunderschule von der Hilfsaktion des Münchener Vereins „Brotzeit“.

Diesen hat die Schauspielerin Uschi Glas ins Leben gerufen. Er versorgt seit sieben Jahren republikweit 7500 und in Oberhausen seit 2013 mehr als 900 Grundschulkinder morgens mit einem kostenlosen Frühstück und mit Broten in der Pause. Im bundesweiten Durchschnitt kommen pro Grund- und Förderschule zwischen 40 und 70 Kinder vor Schulbeginn in die Küchen, die von Senioren ehrenamtlich geführt werden. „Wir sind froh, dass der Verein ,Brotzeit’ uns unterstützt. Beim gemeinsamen Frühstück am Morgen entsteht jenseits des Schulstresses ein gemeinschaftliches Gefühl. Schüler plaudern mit den Senioren und mit uns Lehrern“, sagt Sabine Mentgen, Schulleiterin der Wunderschule.

Zeit mit den Kindern verbringen

Oft sind es sozial schwächere Schüler, die das Angebot von Brotzeit in Anspruch nehmen, erklärt die „Brotzeit“-Projektkoordinatorin für Oberhausen und Duisburg, Claudia Stappert. Diese Schüler haben nach Einschätzung des Münchner Hilfsvereins durch die Projekte ihre schulische Leistung sowie sozialen Kompetenzen deutlich verbessert. „Wir verbringen auch Zeit mit den Kindern und fördern individuell ihre Entwicklung. Die Kinder lernen von den erfahrenen Senioren jede Menge“, sagt Uschi Glas.

Oberbürgermeister Daniel Schranz freut sich, dass „Brotzeit“ in Oberhausen fünf Schulen betreut. „Der Bedarf ist groß bei uns, daher ist das Anliegen sehr berechtigt.“

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben