Pandemie

Vier Oberhausener Gymnasial-Klassen/-Kurse in Quarantäne

Symbolbild Mundschutzmaske vor dem Rathaus Oberhausen.

Symbolbild Mundschutzmaske vor dem Rathaus Oberhausen.

Foto: Michael Dahlke / FUNKE Foto Services

Oberhausen.  Die neuesten Corona-Zahlen geben ein wenig Hoffnung: Die Zahl der Neuinfektionen sinkt. Ein Heine-Lehrer wurde aber positiv getestet.

Kurz vor dem Lockdown für Freizeitvergnügungen steigt zwar der markante Sieben-Tage-Inzidenzwert an Corona-Neuinfektionen in ganz Nordrhein-Westfalen von 131,5 (Mittwoch: 121,8) auf 140,0 – doch in Oberhausen sinkt dieser Wert an addierten neuen Corona-Infektionsfällen in den vergangenen sieben Tagen auf „nur noch“ 103,0 – vom bisherigen Höchstwert 123,4 am Mittwoch. Das ist ein Rückgang von 16,5 Prozent innerhalb von zwei Tagen. Das geht aus den neuesten Freitag-Zahlen des Landeszentrums Gesundheit NRW hervor, dem die Kommunen in Nordrhein-Westfalen die aktuellen Corona-Daten täglich melden müssen.

Allerdings ist nach Angaben der Stadt Oberhausen ein Lehrer am Heinrich-Heine-Gymnasium positiv getestet worden: Zwei Klassen der Jahrgangsstufe 5 und zwei weitere Kurse wurden in Quarantäne geschickt.

+++ Aktuelle Nachrichten, Hintergründe und Berichte aus Oberhausen, gebündelt schon am Abend per Mail: Bestellen Sie hier den kostenlosen WAZ-Newsletter +++

In NRW gehört Oberhausen mit dem Wert 103,0 aber immer noch zu den Städten, die einen Inzidenzwert von über 100 haben. In 37 Städten und Kreisen in NRW liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen am Freitag über 100, am Donnerstag waren es allerdings noch 53 Kreise und kreisfreie Städte.

Aktuell liegt im Ruhrgebiet nur in Mülheim der Wert knapp darunter (97,9). Dagegen schnellt der Inzidenzwert in den Oberhausener Nachbarstädten Duisburg und Essen immer weiter nach oben: In Duisburg liegt er nun bei 243, aktuell sind über 1180 Menschen infiziert; in Essen liegt er bei 147,9, hier sind nun erstmals 1100 Bürger aktuell mit dem Corona-Virus angesteckt. In Oberhausen sind derzeit 310 Einwohner nachgewiesenermaßen mit Corona infiziert.

Haben sich Oberhausener mit Kontakten zu anderen zurückgehalten?

Warum die Infektionszahlen in Oberhausen in den vergangenen zwei Tagen im Unterschied zu anderen Großstädten gesunken sind, ist völlig unklar – und überraschend. Normalerweise steigen Infektionszahlen bei einem so dynamisch-exponentiellen Verlauf der vergangenen Wochen stetig an – bevor es mit Hilfe strenger Kontaktregeln des Staates zu einem abgemilderten Verlauf kommt. Vielleicht haben sich Oberhausener angesichts der Corona-Diskussionen der vergangenen Wochen in Eigenverantwortung mit Kontakten zu anderen Menschen zurückgehalten – doch das ist reine Spekulation.

Auch schon im Frühjahr und im Sommer war zu beobachten, dass Oberhausen relativ gut durch die Corona-Krise gekommen ist. Deshalb hatte auch NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) den Kristenstab der Stadt Oberhausen unter Leitung des Ordnungsdezernenten Michael Jehn am 22. September besucht.

Ab Montag, 2. November, wird auch in NRW ein Teil-Lockdown nach Beschluss der Bund-Länder-Konferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vom Mittwoch verhängt. Was alles geschlossen wird, kann man hier nachlesen.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben