Kirchensanierung

Turm der Oberhausener Herz-Jesu-Kirche wird saniert

Der Turm der Herz Jesu Kirche am Altmarkt  ist an zwei Seiten eingerüstet. Hier sind derzeit Steinmetze am Werk.

Foto: Gerd Wallhorn

Der Turm der Herz Jesu Kirche am Altmarkt ist an zwei Seiten eingerüstet. Hier sind derzeit Steinmetze am Werk. Foto: Gerd Wallhorn

oberhausen.   Steinbrocken hatten sich aus der Fassade gelöst und waren zur Gefahr für Passanten geworden. Arbeiten dauern voraussichtlich bis November.

Eingerüstet präsentiert sich derzeit der Turm der Innenstadtkirche Herz Jesu. Das seit Herbst 2016 installierte Schutzgerüst ist einem noch größeren gewichen, seit die Arbeiten zur Turmsanierung gestartet sind. Sie werden voraussichtlich bis November andauern, so dass das Gerüst noch eine Weile zum Stadtbild gehören wird.

„Diese Baumaßnahme wurde notwendig, da sich aus der Fassade des Turms zunehmend Steinbrocken lösten, die zu Boden stürzten und eine Gefahr für alle Kirchenbesucher und Passanten darstellten“, erläutert Georg Köther, der Verwaltungsleiter von Herz Jesu, in den aktuellen Gemeindenachrichten.

Bei einer intensiven Besichtigung des Turmes durch einen Steinmetzbetrieb und den Bistums-Architekten sei dringender Handlungsbedarf festgestellt worden. Der Kirchenvorstand, der auch für die Verkehrssicherheit der Gebäude verantwortlich ist, habe daraufhin nach vielen Gesprächen und nach Abwägung aller Fakten einstimmig beschlossen, die dringend erforderliche Sanierung durchführen zu lassen.

Aufwendige Reparatur

Köther betont, es handele sich ausschließlich um eine Baumaßnahme zum Erhalt der Sicherheit des Turmes. „Daher werden auch nur die beiden besonders beschädigten Turmseiten zur Marktstraße und zur Christoph-Schlingensief-Straße eingerüstet und saniert.“ Die Finanzierung der aufwendigen Reparatur erfolge aus Mitteln des Pfarreihaushaltes, aus Bistumsmitteln sowie aus Zuwendungen aus dem Denkmalförderprogramm des Landes NRW. Der Pfarrer von Herz Jesu, Vinzent Graw, beziffert die Kosten gegenüber der Redaktion als einen „mittleren sechsstelligen Betrag“.

Die Betonung, dass es sich lediglich um unaufschiebbare Sanierungsarbeiten zum Erhalt der Gebäudesicherheit handele, hängt mit dem derzeit laufenden Pfarrentwicklungsprozess auf Bistumsebene zusammen. Bis 2030 muss jede Pfarrei 50 Prozent ihres Haushaltsvolumens einsparen. Das wird nicht ohne die Aufgabe von Gebäuden gehen. Und solange nicht letztendlich über die Zukunft einzelner Gebäude entschieden ist, wird in sie nicht in größerem Stil investiert.

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