Die „gute Stube“

Tribute-Bands rocken die Luise-Albertz-Halle Oberhausen

Die Luise-Albertz-Halle

Foto: Hans Blossey

Die Luise-Albertz-Halle Foto: Hans Blossey

Noch ist die Auslastung der Luise-Albertz-Halle „bescheiden“. Neben mehr Konzerten sollen Kongresse und Fachmessen die „gute Stube“ beleben.

So kurz fasst sich der Kulturdezernent und Kämmerer selten. Gefragt nach der Auslastung der Luise-Albertz-Halle antwortet Aposto­los Tsalastras mit einem Wort: „bescheiden“.

Doch das soll sich ändern – wenn auch in kleineren Schritten. So unterzeichneten gestern die beiden nebenamtlichen Geschäftsführer des „Congress Centrum Oberhausen“ (CCO), Klaus Lerch und Detlef Sprenger, eine Vereinbarung mit Oldie-Rock Entertainment von Oliver Prochnau.

Vereinbart ist eine Folge von „Tribute Bands“- Konzerten, darunter die in Oberhausen bestens bekannte „Floydbox“ (am 3. November 2018), aber auch die in weit größerem Umkreis gefragten „King Bon“, die AC/ DC mit dem Biss der alten Zeiten spielen (am 24. März 2018).

„Gut für die Halle und gut für mich“, meint Klaus Lerch, „weil ich die Musik gut finde“. Tatsächlich will sich das CCO in drei Sparten etablieren: Neben der Palette der Veranstaltungen – von der klassischen Sinfonik bis zur Rockabilly-Night (am 24. November 2018) – sind es Kongresse von ganz groß, wie jüngst „Phantastika“, das sämtliche Säle nutzte, bis klein. „Wir haben oft parallele Veranstaltungen“, erklärt Detlef Sprenger, „das ist unser tägliches Geschäft“.

Drittens will sich das CCO auch als Messe-Standort etablieren. Bei Über-Nachfragen, so Klaus Lerch, wollen die Messen in Düsseldorf, Essen und Dortmund ihre Kunden an die Luise-Albertz-Halle weiterleiten. Apostolos Tsalastras beschreibt die „Win-Win-Situation“, wie er’s nennt: Die etablierten Messen verlieren so keine Kunden durch Absagen – und das CCO kann sich einen Namen machen.

Wer kommt, bucht gerne erneut: So habe der „Phantastika“- Veranstalter bereits fürs nächste Jahr zugesagt. „Wir haben hier eine Chance“, bestätigt Klaus Lerch. Der (hauptberufliche) TZU-Geschäftsführer plädiert dennoch für einen baldigen Übergang zu einem hauptamtlichen CCO-Chef.

Den Wunsch kommentiert Tsalastras noch nicht, sagt aber: „Die Halle entwickelt sich positiv nach vorne. Ihre Zukunft ist nicht infrage gestellt.“ Die Gestaltung der 1962 erbauten Stadthalle nennt der Kämmerer und Kulturdezernent „ganz okay“. Eine mittelfristige Aufgabe sei die Ausstattung mit der heute erwarteten Kongress-Technik. Tsalastras räumt ein: „Wir fahren die Halle auf einem finanziell bescheidenen Niveau.“ Und mit nur fünf festen Mitarbeitern – zu denen nach Terminlage weitere Kräfte hinzugebucht werden.

Gegenüber den anderen Hallen in Oberhausen – vom kleineren Ebertbad über die Turbinenhalle bis zur Arena – sieht man sich beim CCO übrigens nicht als Konkurrent. „Man kann sich sehr gut ergänzen“, meint Tsalastras.

>>>>>>INFO: Vorverkauf bereits eröffnet

Wer nichts verpassen will: Karten für die Tribute-Konzerte gibt’s bereits auf oldie-rock.de. Der günstigste Vorverkaufspreis sind 14 Euro für die „Tribute to Status Quo“-Band am 1. Dezember 2018. Am hochpreisigsten ist Floydbox am 3. November 2018 mit 29 Euro an der Abendkasse – und 75 Euro fürs VIP-Ticket.

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