Verkehrssicherheit

Toter Winkel – riskant für Kinder auf dem täglichen Schulweg

Beim Aktionstag zum Thema „Toter Winkel“ wurden die Mädchen und Jungen an der Kastellschule ausführlich über das Thema aufgeklärt und informiert.

Beim Aktionstag zum Thema „Toter Winkel“ wurden die Mädchen und Jungen an der Kastellschule ausführlich über das Thema aufgeklärt und informiert.

Foto: Kerstin Bögeholz / FUNKE FotoServices

Oberhausen.  Bei einem Aktionstag ging’s jetzt an der Kastellschule in Holten um den Toten Winkel und seine Risiken.

Bei einem Aktionstag der Kastellschule in Holten in Zusammenarbeit mit der Johanniter-Unfallhilfe und der Polizei wurde jetzt den Kindern die enorme Gefahr des Toten Winkels anschaulich vorgeführt – eine Aufklärungs- und Informationsaktion zur Förderung der Verkehrssicherheit auf dem Schulweg.

Die Gesamtzahl der 2018 in Deutschland von der Polizei aufgenommenen Verkehrsunfälle beläuft sich auf 2,4 Millionen. Oft sind Verkehrsunfälle folgenschwer, gerade wenn Schulkinder betroffen sind. Besonders Abbiege-Situationen, in denen wegen des Toten Winkels der Fahrer Bereiche hinter dem Fahrzeug und auch seitlich nicht per Rückspiegel einsehen kann, bergen ein besonderes Unfallpotenzial.

Altersgerecht vermittelte Infos

Bei dem einmaligen Aktionstag an der Kastellschule wurden den Kindern die enormen Risiken des Toten Winkels anschaulich vorgeführt. Während eines Fußgänger- und Fahrradtrainings an der Schule entstand die Idee zu diesem Projekt im Gespräch mit Vater und Rettungssanitäter Antonio Morcillo.

Intensive Information, anschaulich und altersgerecht vermittelt, war nun angesagt: Jede Klasse der Kastellschule erhielt eine ausführliche Einführung in das Thema, inklusive bildlicher Darstellung des Toter-Winkel-Risikos.

Jeweils ein Schüler durfte im Führerhaus eines Lkw der Johanniter selbst Platz nehmen, um auch auf diese Weise die eingeschränkte Rück- und Seitensicht eines Lastwagenfahrers kennenzulernen. Verwundert stellten die Kinder immer wieder fest, dass ohne den abgedeckten Zusatzspiegel lediglich ein Bruchteil der Mitschüler im Spiegel zu erkennen ist.

Ein Zusatzspiegel ist sinnvoll

„Ein solcher Zusatzspiegel ist in der Bundesrepublik nicht verpflichtend. Viele Firmen sparen dort an der falschen Stelle und verzichten oft auf diese Unterstützung“, erklärte Polizei-Bezirksbeamter Leithner, der das als ein lebensgefährliches Risiko wertet.

Das hat auch Lennox festgestellt: Von seinen 15 Mitschülern, die sich direkt an der Seite des Lastwagens aufgestellt hatten, konnte der Kastellschüler vom Fahrersitz aus nur sieben Kinder erkennen. Acht Kinder standen im „Toten Winkel“.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben