SPD-Sommerschule

Thomas Krey (SPD) erzählt von den Plänen für Osterfeld

Vor der St. Pankratius-Kirche erklärt Thomas Krey die Pläne für die Wiese

Vor der St. Pankratius-Kirche erklärt Thomas Krey die Pläne für die Wiese

Foto: Tamara Ramos

Osterfeld.   Interessierte Bürger machen mit dem Bezirksbürgermeister einen Rundgang. Im Rahmen des Projekts „Soziale Stadt“ werden hier Millionen investiert.

Thomas Krey (SPD) ist stolz auf das, was er in den letzten Jahren in Osterfeld geschafft habe. Langsam, aber stetig gehe es in seinem Stadtteil bergauf, sagt der Bezirksbürgermeister. Im Rahmen der SPD Sommerschule hatte er die Oberhausener zu einem Rundgang durch Osterfeld-Mitte eingeladen, um zu zeigen, was sich hier in den letzten fünf Jahren getan hat und was sich in den nächsten fünf Jahren tun soll. „Man redet ja immer über das, was nicht so gut funktioniert“, sagt Thomas Krey. Das möchte er beim Stadtteil-Spaziergang anders machen.

Los geht’s an der Kreuzung Westfälische Straße / Heinestraße, gleich gegenüber der Gesamtschule Osterfeld. Etwa 15 interessierte Bürger sind gekommen. „Liebe Genossinnen und Genossen“, begrüßt Thomas Krey sie. Vom Startpunkt des Rundgangs aus kann man gleich eines der größten Projekte in Osterfeld sehen und erläutern. „Ein Jugendzentrum wird hier schon lange gefordert. Hier in Osterfeld-Mitte gibt es nichts“, erzählt Thomas Krey. Nach langem Hin und Her sollen nun die Multifunktionsaula der Gesamtschule, die Stadtteilbibliothek und eben das neue Jugendzentrum in einem Neubau ihren Platz finden.

„Das Geld ist an dieser Stelle gut investiert“

„Derzeit läuft ein Architektenwettbewerb“, berichtet Thomas Krey. „Mitte September wird entschieden, welches Modell gewinnt.“ 13 Millionen Euro soll das kosten – eine vorsichtige Schätzung, da ja noch nicht feststeht, wie das neue Gebäude aussehen soll. „Das Geld ist an dieser Stelle gut investiert“, findet Thomas Krey.

Keine Fragen der Bürger, weiter geht’s ein Stück entlang der Westfälischen Straße, vorbei am St. Marien-Hospital, zur St.Pankratius-Kirche. Einen „Aufenthaltsplatz für den Stadtteil“ stellt sich Thomas Krey hier vor, wo jetzt noch eine vertrocknete Wiese ist, auf der scheinbar viele Hundebesitzer ihre Vierbeiner ihr Geschäft erledigen lassen und sich dann nicht darum kümmern, die Hinterlassenschaften zu entsorgen.

Auch gegenüber, an der Vikarie­straße, soll sich einiges tun. Die Osterfelder Wohnungsgenossenschaft Gewo möchte den Gebäudekomplex abreißen und barriere­freie Wohnungen bauen. Dann spricht Thomas Krey über die Grünflächen in Osterfeld, die – wie er sagt – besser mit einander verknüpft werden müssen. Die Teilnehmer nicken zustimmend.

„Warum ist das da zugemauert?“

Dass das Freibad im Revierpark Vorderort ausgerechnet in diesem Sommer geschlossen ist, sei natürlich ärgerlich. „Aber dafür haben wir die nächsten 20 Jahre ein tolles Freibad“, ist er sich sicher.

Den letzten Halt macht die Gruppe am Marktplatz, direkt vor dem Café Jederman. „Warum ist das da zugemauert?“, fragt jetzt ein Bürger und deutet auf die Fassade eines Hauses gegenüber dem Café. Eine Immobiliengesellschaft renoviere das Gebäude, in dem früher der Lebensmittelladen „Nahkauf“ ansässig war.

Netto zieht bald um – ein Drogeriemarkt fehlt

Bald soll „Netto“ von der Heine­straße hierhin ziehen. „Die Osterfelder wünschen sich noch einen Drogeriemarkt im Stadtteil“, erzählt Thomas Krey. „Da gibt es Gespräche.“ Mehr könne er aber noch nicht verraten.

Nach einer Stunde endet der Rundgang. Einige verabschieden sich persönlich beim Bezirksbürgermeister. „Das war sehr interessant“, sagt ein Mann, der aus Schmachtendorf kommt. „Sie haben mir Osterfeld näher gebracht.“

>>>>>>> „Soziale Stadt“ umfasst 41 Projekte

Das Bund-Länder-Programm Soziale Stadt NRW ist ein Programm der Städtebauförderung. Es unterstützt durch die gezielte Bereitstellung von finanziellen Mitteln des Landes NRW und der Bundesrepublik Deutschland kommunale Aktivitäten, um der zunehmenden sozialen und räumlichen Spaltung in den Städten und Quartieren entgegenzutreten.

Der Rat der Stadt Oberhausen hat Ende 2015 das Programmgebiet „Soziale Stadt Osterfeld“ sowie das „Integrierte Handlungskonzept Osterfeld“ als Grundlage für den geplanten Stadterneuerungsprozess im Stadtteil Osterfeld beschlossen. Mit dem Zuwendungsbescheid der Bezirksregierung Düsseldorf vom September 2016 startete der Aufwertungs- und Gestaltungsprozess in Osterfeld.

Das Projekt „Soziale Stadt“ umfasst 41 Projekte, für die 22 Millionen Euro zugesagt sind.

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