Arena-Konzert

The Wonder of you - Elvis lebt nur auf der Leinwand weiter

Elvis lebt - zumindest auf der Leinwand: 3500 Fans hörten sich die Konzert-Show „The Wonder of you“ in der König-Pilsener-Arena in Oberhausen an.

Foto: Gerd Wallhorn

Elvis lebt - zumindest auf der Leinwand: 3500 Fans hörten sich die Konzert-Show „The Wonder of you“ in der König-Pilsener-Arena in Oberhausen an. Foto: Gerd Wallhorn

Oberhausen.   3500 Fans besuchen in der Arena Oberhausen das Elvis-Konzert „The Wonder of you“. Doch der Mix aus Live-Orchester und Kino-Abend gelingt nicht.

Reisende berichten von heilbringenden Sichtungen an Highway-Raststätten; ältere Damen wollen ihn sogar schon auf ihren Toastbrot-Scheiben erkannt haben. Für sie ist klar: Elvis lebt! In den Herzen der treuen Fans hat der „King of Rock’n’Roll“ berechtigt seinen Platz. Darum pilgerten auch 3500 Anhänger des legendären Sängers zur Show „The Wonder of you“ in die König-Pilsener-Arena.

Priscilla Presley auf der Bühne

Das Rezept für den musikalischen Abend klingt durchaus plausibel: Ein üppig bestücktes Orchester spielt die großen, eingängigen Elvis-Hits, dazu erscheint der Sänger in historischen Filmen schmissig auf einer Großleinwand. Es erklingt zur live gespielten Melodie des Symphonieorchesters die Original-Stimme aus dem Archiv. Und als besonderes Bonbon steht mit Priscilla Presley noch seine ehemalige Frau höchstpersönlich auf der Bühne.

Über einen Mangel an großen Hits darf sich tatsächlich zunächst keiner beklagen. „Always on my Mind“, „In the Ghetto“, „Love me Tender“. Es sind Momentaufnahmen einer wahrhaft großen Karriere. Doch die Illusion, den King wie aus der Zeitmaschine entstiegen live zu sehen, misslingt.

Elvis als Projektion haucht glücklich „Thank you!“

Es wirkt schon merkwürdig, wenn man einer Leinwand-Figur applaudiert und Elvis als Projektion mit einem erschöpft-glücklich gehauchten „Thank you!“ antwortet. Klar, die gezeigten Aufnahmen sind Konzertausschnitte von damals. So richtig möchte das Feuer aber trotzdem nicht überspringen. Was am Anfang noch originell wirkt, driftet irgendwann zu einem Kino-Abend ab. Und das hat das gut spielende Orchester nicht verdient.

Priscilla Presley zeigt sich zwischendurch, erzählt kurz vom unerfüllten Wunsch des „Kings“, einmal mit großem Orchester aufzutreten. Die mittlerweile 71-Jährige in unmittelbarer Nähe zu sehen und sprechen zu hören, ist für viele Fans etwas Besonderes. Eine zweistündige Show trägt dies allerdings nicht.

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