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Vorsicht, Taschendiebe! Polizei warnt vor diesen Tricks

Symbolbild. Gedränge auf Weihnachtsmärkten gefällt auch Taschendieben. Im dichten Gewusel gelingt es ihnen leichter, in die Taschen ihrer Opfer zu greifen.

Symbolbild. Gedränge auf Weihnachtsmärkten gefällt auch Taschendieben. Im dichten Gewusel gelingt es ihnen leichter, in die Taschen ihrer Opfer zu greifen.

Foto: dpa

Oberhausen.   Auf Smartphones hatten es Taschendiebe in Oberhausen abgesehen. Die Polizei warnt vor Klau-Tricks, vor allem mit Blick auf die Weihnachtsmärkte.

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Ein vorgetäuschter Einkauf, ein Rempler auf einer Rolltreppe: Nach Taschendiebstählen in Oberhausen warnt die Polizei vor den Klautricks der Kriminellen. Die suchen das Gedränge und setzen vor allem auf Ablenkung.

So war am Sonntag eine Verkäuferin eines Schmuckstands auf dem Weihnachtsmarkt im Visier von Taschendiebinnen. Die hatten es jedoch nicht auf den Schmuck abgesehen - sondern auf das laut Polizei hochwertige Smartphone der Verkäuferin, berichtete die Polizei am Dienstag.

Rempler auf der Rolltreppe war nicht harmlos

Gegen 18.45 Uhr hatte sich eine vermeintliche Kundin eine Halskette zeigen lassen. Während die Verkäuferin damit beschäftigt war, der Frau die Kette probeweise um den Hals zu hängen, betrat eine Komplizin offenbar unbemerkt den Verkaufsstand, wo das Smartphone laut Polizei von vorne "nicht sichtbar" auf einer Ablage lag. Als der Diebstahl perfekt war, habe der "Kundin" die Kette plötzlich nicht mehr gefallen und beide Täter verschwanden. Das Smartphone schalteten sie offenbar sofort ab; es sei laut Polizei nicht mehr zu orten gewesen. Beide Täterinnen hätten sehr schlecht deutsch gesprochen und stammten, glaut die Bestohlene, wohl aus Osteuropa.

Ablenkung war auch die Masche, der sich Taschendiebe am Montagnachmittag im Centro bedienten: Auf einer Rolltreppe bestahlen eine 59-Jährige aus Hagen. Die Frau hatte einen Stoß am Knie bemerkt, aber sich laut Polizei "nichts dabei gedacht". Erst kurz darauf bemerkte sie, dass ihr Handy aus ihrer Jackentasche gestohlen worden war.

Keine Wertsachen im Rucksack aufbewahren

"Achtlos getragene und unverschlossene Handtaschen und Rucksäcke oder Geldbörsen in Gesäßtaschen sind für Taschendiebe eine der leichtesten Fingerübungen", warnt die Polizei: "Die Bestohlenen bemerken in der Regel den Diebstahl nicht!"

Auch Restaurants und Kneipen sind ein beliebtes Terrain von Taschendieben: Ihr Interesse wird vor allem da geweckt, wo Jacken mit wertvollem Inhalt "vermeintlich sicher über die Stuhllehne gehängt werden", sagt die Polizei. Dort Portmonee oder Handy zu erbeuten bereite Diebes-Profis "kein Kopfzerbrechen. Vom Nachbartisch oder mit gut einstudierten Ablenkungsmanövern durchsuchen sie zielsicher die Taschen und stehlen die Wertsachen."

Das rät die Polizei, um sich vor Taschendiebstahl zu schützen:

  • Handtaschen verschließen und eng am Körper tragen
  • Rucksäcke sind für Wertsachen denkbar ungeeignet
  • Wertsachen immer in verschlossenen Innentaschen der Oberbekleidung tragen!
  • Rufen Sie sofort laut um Hilfe, wenn Sie bedrängt oder angegangen werden!
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