Innenstadt

Studenten werfen frischen Blick von außen auf Oberhausen

„Das ist unser Einsatzgebiet!“ Prof. Alexandra Apfelbaum (FH Dortmund) und Prof. Yasemin Utku (TH Köln) mit Workshop-Teilnehmern im Ideen-Supermarkt.

„Das ist unser Einsatzgebiet!“ Prof. Alexandra Apfelbaum (FH Dortmund) und Prof. Yasemin Utku (TH Köln) mit Workshop-Teilnehmern im Ideen-Supermarkt.

Foto: Vladimir Wegener

Oberhausen.  Wie sehen Architektur-Studenten, die zum ersten Mal in Oberhausen sind, die Stadtmitte? Dieser Workshop setzt auf überraschende Einsichten.

Der Zauber des Anfangs lag am Montag im „Supermarkt der Ideen“ an der Goebenstraße 83 in der Luft. Rund 40 Studierende von vier Hochschulen treffen sich hier bis zum Donnerstag zur „Ruhrmodernen Sommerschule“. Die meisten von ihnen sind zum ersten Mal in der Oberhausener Innenstadt. Ihr Ziel: Es sollen frische Ideen für die Zukunft der City zwischen Marktstraße und Hauptbahnhof entwickelt werden.

Die Architektur- und Raumplanung-Studierenden kommen von der Fachhochschule Dortmund und der Technischen Hochschule Köln, von der Technischen Universität Dortmund und von der RWTH Aachen.

Bürgermeisterin ist gespannt auf Studenten-Ideen

Bürgermeisterin Elia Albrecht-Mainz begrüßte die jungen Gäste und lud sie zu einer „spannenden Spurensuche“ in Oberhausen-Mitte ein: „Jedes Gebäude hat eine eigene Geschichte und in den meisten Fällen auch ein Potenzial für die Zukunft. Wir sind sehr gespannt auf Ihre Ideen und Ansichten.“

Rainer Mollerus, Oberhausener Bereichsleiter Stadtplanung, unterstrich, dass es „Querdenkern von außen“ oft besser gelinge, gute Ideen zur Stadtgestaltung zu entwickeln als jenen Menschen, die in einer Stadt über Jahrzehnte zuhause seien und manches Potenzial deshalb nicht mehr erkennen könnten.

In diesem Sinne wollen die Studierenden ans Werk gehen. In den Workshops geht es um die Wahrnehmung der Stadt und um ihre bauhistorische Entwicklung, um Stadtplanung und Verkehr, um öffentliche Räume oder um Leerstände und die Zwischennutzung und Inszenierung von Gebäuden und Ladenlokalen.

Erinnerungen und Fotos sind gefragt

Zum Programm gehört auch der Blick über die Stadtgrenzen hinaus. So startet am Dienstag (16. April) eine Bustour zu Bauten der Nachkriegsmoderne wie dem Musiktheater im Revier (MiR) in Gelsenkirchen oder dem Lehmbruck-Museum Duisburg.

Die Oberhausener können zudem am 16. und 17. April gezielt Kontakt mit den Studierenden aufnehmen: Am Dienstag von 15 bis 19 Uhr und am Mittwoch von 10 bis 13 Uhr ist vor dem Stadtteilbüro „Brückenschlag“ an der Marktstraße 97 ein Stand aufgebaut. Hier können Anwohner ihre Erinnerungen zur Entwicklung von Marktstraße und Innenstadt schildern. Auch Fotos aus vergangenen Jahrzehnten, die das Leben in Stadtmitte spiegeln, sind gefragt.

Am Donnerstag (18. April) ab 15 Uhr gibt es im „Supermarkt der Ideen“ eine erste Präsentation von Workshop-Ergebnissen. Im Juli folgt die Abschlussveranstaltung mit der Vorstellung aller Ideen.

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