Test für den Ernstfall

Stromausfall bei Wasserversorger: Auch Oberhausen betroffen

| Lesedauer: 2 Minuten
Der Blaue See in Dorsten wird von der RWW Rheinisch-Westfälischen Wasserwerksgesellschaft als Betriebswasserspeicher genutzt. Aus dem Werk in Dorsten werden auch Kunden in Oberhausen beliefert.

Der Blaue See in Dorsten wird von der RWW Rheinisch-Westfälischen Wasserwerksgesellschaft als Betriebswasserspeicher genutzt. Aus dem Werk in Dorsten werden auch Kunden in Oberhausen beliefert.

Foto: Hans Blossey / www.blossey.eu

Oberhausen.  Die Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft testet ihre Notstromanlage – und simuliert den Ernstfall. Kunden in Oberhausen sind betroffen.

Was wäre wenn? Die RWW Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft will genau dies jetzt ausloten und testet ihre Notstromanlage im Wasserwerk Dorsten. Ein Stromausfall wird simuliert. Auch Kunden in Oberhausen sind betroffen. In der Nacht von Dienstag, 28. September 2021, auf Mittwoch, 29. September, gegen 1.30 Uhr ist es soweit.

Damit der rund zweistündige Tests möglich ist, stellte RWW vorab die Versorgung der Kunden über andere technische Anlagen sicher. Einen totalen Wasserausfall muss also niemand befürchten. Trinkwasser aus den Behältern in Oberhausen und Gladbeck sowie aus den beiden Wasserwerken in Mülheim wird einfach umgeleitet. Einschränkungen gibt es aber dennoch. RWW weist darauf hin, dass es während der Testdauer zu Druckschwankungen sowie leichten Trübungen im Wasser kommen kann. „In letzterem Fall sollte man das Wasser einen Moment laufen lassen, bis es wieder klar ist“, heißt es in einer Pressemitteilung des Wasserversorgers.

Netzersatzanlage soll automatisch anspringen

Die Notstromanlage habe bisher alle notwendigen Nachweise ihrer Leistungsfähigkeit erbracht. RWW-Produktionsleiter Dr. Michael Plath blickt deshalb zuversichtlich auf diese letzte Phase der Tests: „Jetzt steht nur noch diese Simulation eines vollständigen Stromausfalls im öffentlichen Netz an, bei dem unsere Ersatzanlage im Wasserwerk Dorsten-Holsterhausen automatisch in Betrieb gehen sollte, um die Stromversorgung komplett zu übernehmen.“ Bei diesem simulierten Ausfall werde die Mittelspannungsanlage gezielt vom Netz getrennt und so der auf dem Wasserwerk befindlichen Netzersatzanlage ein Stromausfall „vorgespielt“.

Zwei Diesel-Generatoren sollen in einem solchen Fall so viel Strom erzeugen, dass alle Gewinnungs-, Aufbereitungs- und Förderanlagen mit dem vorhandenen Kraftstoff uneingeschränkt mindestens 72 Stunden weiter betrieben werden können und „die Versorgung der Kunden aufrechterhalten bleibt“.

Vom Wasserwerk Dorsten-Holsterhausen aus versorgt RWW Kunden in Dorsten, Gladbeck, in Teilen Oberhausens, Bottrops und Schermbecks sowie in Raesfeld-Erle.

+++ Sie wollen keine Nachrichten aus Oberhausen verpassen? Dann können Sie hier unseren abendlichen und kostenlosen Newsletter abonnieren! +++

+++ Sind Sie speziell an Corona-Nachrichten aus Oberhausen und der Region interessiert? Dann können Sie hier unseren morgendlichen und kostenlosen Newsletter abonnieren! +++

+++ Sie interessieren sich für Familien-Nachrichten aus dem Ruhrgebiet? Dann abonnieren Sie hier unseren Familien-Newsletter! +++

+++Sie suchen das beste Restaurant im Revier? Oder den schönsten Biergarten? Der neue Gastro-Newsletter gibt Antworten. Und enthält zusätzlich jede Menge News aus der Gastro-Szene im Ruhrgebiet. Hier kostenlos anmelden!+++

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Oberhausen

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben